Rodeln am Wallberg am Tegernsee ist die perfekte Kombination: selbst aufsteigen, dann geht’s im Affentempo auf dem Schlitten ins Tal. Ganz ohne Liftanstehen (dafür etwas anstrengender). Die Aufstiegsroute ist wunderschön und es ist für so ein beliebtes Ziel erstaunlich wenig los.
Aufstieg: 708 m (4,7 km)

Auf zum Wallberg!
Nachdem wir uns an der Talstation des Liftes die Schlitten ausgeliehen haben, ging es direkt dahinter einen Forstweg nach oben bis zu einer Gabelung. Dort sind wir erstmal den mit „Winterwanderweg“ ausgeschilderten Pfad gegangen, allerdings konnte man hier die Schlitten kaum ziehen (es war ein schöner Wanderpfad mit etlichen Steinen und Wurzelwerk). Also sind wir umgekehrt und dem „Sommerweg“ gefolgt, der sich in Serpentinen und bestens Schlittenzuggeeignet den Berg hochgeschlängelt hat. Nicht so interessant zum gehen, aber besser als den Schlitten zu tragen 😉 .

Ich habe mir den Schlitten direkt an den Rucksack gehängt. Dadurch hatte ich zwar die Hände frei, aber am nächsten Tag einen ziemlichen Muskelkater im Rücken, da man die ganze Zeit den Zug am Rucksack durch den Rücken ausgleichen muss 😀 .

Es war ein wirklicher Winterwonderland-Tag, es hat geschneit und war leicht nebelig, ein weißer Zuckerguss hat alles bedeckt. Wir hatten wirklich Spaß beim laufen und meine Schwiegermama hat sich trotz ihrer kaputten Füße tapfer geschlagen.

Beim Aufstieg waren wir recht lange ganz allein und erst im letzten Drittel haben wir ein paar andere Wanderer getroffen.


Kurz unterhalb der Gipfelstation haben wir eine kleine Hütte entdeckt, direkt neben der Rodelbahn, an der wir uns um unsere „Gipfel“halbe und Fleischpflanzerl-Brotzeit kümmerten. Es gab noch heißen Tee dazu 🙂 . Ich habe leider trotz neuer warmer Daunenjacke total gefroren.

Hier hat es wohl jemanden in der Rodelbahn zerlegt… Rechts die Hütte, die uns bei der Pause Windschatten bot.
Die Rodelfahrt beginnt
Sobald alles aufgefuttert war ging es ans Rodeln. Was für eine Rodelbahn! Der Boden war vereist, darüber eine weiche fluffige Schneeschicht, es war irre viel los und es war irre steil. Echt keine Strecke für Anfänger! Mir hat es großen Spaß gemacht und ich konnte einigermaßen schnell (und kontrolliert) abfahren, musste dann aber immer wieder eeeewig auf meine etwas vorsichtigeren Mitfahrer warten…. 😀
Beim Warten hat mich immer wieder ein Vater mit seiner Tochter überholt, die sich die Augen zugehalten und laut geweint hat. Ich glaube, die steigt so schnell nicht mehr auf einen Schlitten. Ich habe auch zweimal gesehen wie Leute andere Schlitten umgefahren haben, auf der Rodelbahn sollte man lenken und vor allem bremsen können! Wenn man das beherrscht allerdings ein Riesenspaß 😀

Insgesamt eignet der Wallberg sich wunderbar für eine kleine Wanderung und ist dank Bergbahn (von der man beim Aufstieg überhaupt nichts mitbekommt) und Rodelbahn auch super familienfreundlich.
Wanderung vom 04.02.2018
Weitere Winterwanderungen:
Mittel, mit Rodel-Option: Tagestour auf die Rotwand
Anspruchsvoll: 2 tägige Tour auf die Weilheimer Hütte



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