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Du fährst die Straße entlang, biegst um eine Kurve und siehst plötzlich zum ersten Mal die vielleicht berühmteste Bergkette der Welt. Du kennst sie von Instagram oder automatischen Bildschirmhintergründen, von Bildbänden und Patagonien-Reiseführern: Die weiß-schwarzen Granitberge des Torres del Paine Nationalparks in Patagonien. Davor funkelt türkis ein Gletschersee und in den Hügeln neben der Straße kannst du Guanacos umherlaufen sehen.

Der Torres del Paine ist der bekannteste Nationalpark Patagoniens und Chiles und der Ort, den wohl jeder auf seiner Patagonien Reise besucht. Ich fand es zu Beginn meiner Planung etwas schwierig, mich im TdP zurecht zu finden. Doch den Torres del Paine auf eigene Faust zu bereisen ist absolut machbar – wenn man weiß, worauf es ankommt. Deswegen findest du in diesem Guide alle Informationen, die du brauchst: die besten Torres del Paine Tipps, Anreise, Wanderungen, Unterkünfte, Kosten und vieles mehr.

Du möchtest auf deiner Reise auch den berühmten W-Trek wandern? Lies dir meinen Guide zur Planung des W-Trek und O-Trek durch.


Wo ist der Torres del Paine Nationalpark?

Ich kannte den Torres del Paine zwar schon lange, hatte aber eigentlich keine rechte Ahnung, wo genau er liegt. Auch dass Patagonien ähnlich wie Lappland mehrere Länder umfasst schwirrte zwar in meinem Kopf herum, aber mit Details hatte ich mich noch nicht beschafft.

Falls es euch auch so geht: Ich habe euch auf der Karte von Patagonien die Lage des Nationalparks eingezeichnet. Mehr dazu wie ihr hinkommt erfahrt ihr im Punkt Anreise.

Der Torres del Paine liegt im südlichen Patagonien und ist von Chile aus nur mit dem Flugzeug oder Boot zu erreichen – es gibt keine Landverbindung aus dem Norden. Über Land muss man deswegen von Argentinien aus einreisen. Wie ihr euch denken könnt, ist das für die Bewohner oft gar nicht so leicht, die Grenzübertritte können oft lange dauern und die Region wird von Chile aus komplett mit dem Flugzeug oder dem Schiff versorgt.

Das erhöht natürlich die Preise für alles, als Reisende sind da vor allem die Lebensmittel relevant. Rechnet mit höheren Preisen als sonst in Chile und Argentinien und stell dich darauf ein, dass Obst und Gemüse nicht ganz so frisch sind, wie man das sonst von Südamerika gewöhnt ist.


Überblick über den Park

Karte des Torres del Paine & wichtigste Orte

Anfangs kann der Park etwas unübersichtlich sein – aber im Prinzip ist es relativ einfach:

Die Bushaltestellen, Eingänge, Rangerstationen und wichtigsten Aussichtspunkte im Torres del Paine

Hier kannst du die offizielle Karte des Nationalparks downloaden.

Standartroute mit dem Auto: ist vom Eingang Laguna Amarga durch den Park bis zum Lago Grey Hotel oder Eingang Serrano und dann wieder zurück.

Busse in den Park: fahren zuerst zum Eingang Laguna Amarga. Dort steigt man um in den Bus, der durch den Park bis zum Lago Grey Hotel fährt.

  • Haupteingang Laguna Amarga: Hier kommen alle Busse aus Puerto Natales an. Abfahrt der Shuttlebusse zum Welcome Center (Ausgangspunkt Base Torre Wanderung) und Abfahrt der Busse in den Park Richtung Hotel Lago Grey (zum Katamaran nach Paine Grande und vielen kürzeren Wanderungen).
  • Welcome Center: Großer Parkplatz, hier startet die Wanderung zur berühmten Aussicht Base Torre, sowie der O-Trek und der W-Trek in Ost-West-Richtung. (Dich interessiert der W-Trek oder O-Trek? Lies dir meinen umfangreichen Guide zur Planung durch!)
  • Pudeto: Parkplatz, hier hält der Bus für die Fähre nach Paine Grande
  • Paine Grande Fähre: großer Parkplatz, Katamaran nach Paine Grande (Wanderung Grey Gletscher, Cuernos Aussicht & W-Trek)
  • Lago Grey Hotel: Endhaltestelle der Buslinie, Startpunkt von Gletschertouren & der Bootsfahrt zum Grey Gletscher
  • Eingang Serrano: hier gibt es einige Unterkünfte, wenn du mit dem Auto unterwegs bist und zum Lago Grey oder nach Pudeto willst, bietet er sich als alternative zu Laguna Amarga an.
  • Ranger Stationen: hier kannst du dich für Wanderungen registrieren und bekommst Infos zu Wegen und Wetter sowie Notfallhilfe.

Mehr zu den Points of Interest findest du im Punkt „Aktivitäten„.

Ausblick bei Laguna Amarga – ganz rechts hinter den Wolken die 3 Torres-Spitzen

Fakten zum Torres del Paine

  • UNESCO-Biosphärenreservat
  • Größe: ca. 2.420 km²
  • Namensbedeutung: „Torres“ = Türme, „Paine“ = blau (indigenen Sprache der Tehuelche)
  • höchster Berg: Cerro Paine Grande, 3.050 m
  • coolste Tiere: Pumas, Guanacos & Andenkondore
  • Besucher: 100.000–250.000 Besucher

Eintritt und Ticket

Du musst das Eintrittsticket im voraus zahlen und an den Eingängen vorzeigen. Ein Download auf dein Smartphone reicht.

Bedenke, dass es im Park kein Internet oder Handyempfang gibt und lade das Eintrittsticket auf dein Smartphone.

Ticket kaufen auf der offiziellen Website von pasesparques. Die Seite ist leider nur auf Spanisch, hier die Preise und die spanischen Bezeichnungen:

BesuchsdauerWer?Preis
Bis zu 3 Tage (Hasta 3 Días)Kinder 0–12 Jahre (Niños/as)0 €
Jungendliche 13–17 Jahre (Jóvenes)17.400 CLP / ca. 17 €
Erwachsene, Senioren, Menschen mit Behinderung (Adulto, Personas con Discapacidad)34.000 CLP / ca. 33 €
Mehr als 3 Tage (Más de 3 Días)Kinder 0–12 Jahre (Niños/as)0 €
alle anderen Menschen (Jóvenes, Adulto, Personas con Discapacidad)48.500 / ca. 46 €

Die Highlights

Der Nationalpark ist hauptsächlich berühmt für vier Dinge:

  • der mehrtägigen Wanderung „W-Trek“ (Wie es wirklich ist den Trail zu laufen kannst du in meinem Tourbericht nachlesen)
  • die einzigartige Aussicht auf die drei Felstürme „Base Torre“, vor allem bei Sonnenaufgang
  • die Aussicht auf das schwarz-weiße Bergmassiv „Cuernos“ mit dem türkisblauen See Pehoé im Vordergrund
  • das Beobachten von Pumas* und Guanacos, einfach möglich bei der Fahrt durch den Park

Der Torres del Paine Nationalpark hat jedoch noch viel mehr zu bieten:

  • Wanderungen in allen Längen und Schwierigkeitsgraden zu vielen verschiedenen Aussichtspunkten
  • den riesigen Grey Gletscher, der Teil des südlichen Patagonischen Eisfelds ist
  • spektakuläre Unterkünfte
  • Bootsfahrten* auf dem Lago Grey zum Grey Gletscher
  • Gletscherwanderungen*/Exkursionen auf den Grey Gletscher
  • Kajak-Touren auf dem Seesystem
  • Fotoreisen mit verschiedenen Schwerpunkten

Du kannst locker mehrere Tage im Torres del Paine bleiben, ohne dass dir langweilig wird.


Torres del Paine wandern: Die schönsten Touren

Trekking auf dem W-Trek und O-Trek

Über den Torres del Paine schreiben, ohne diese Trekkingtouren zu erwähnen? Unmöglich. Für die Planung und Buchung des W-Treks und O-Treks habe ich dir einen umfassenden Planungs-Guide mit allen Infos zur Buchung, Strecke und Vorbereitung geschrieben. Es gibt auch einen Tourbericht meines 4-tägigen W-Treks mit allen Höhen, Tiefen und Überraschungen.

Wenn du dir den W-Trek alleine nicht zutraust, kannst du auch eine geführte Tour* buchen.

Tagestouren

Im Torres del Paine zu wandern bedeutet nicht zwingend mehrtägiges Trekking, denn auch Tagestouren bieten unvergessliche Aussichten. Es gibt Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden und Längen. Achtung: einige Wege im Park kannst du nur mit einem Ranger begehen, aber alle hier aufgeführten Wanderungen sind auf eigene Faust möglich.


➞ 1. The Salto Chico Boardwalk

Einfach: 500 m Rundweg | Start: direkt beim Explora Hotel

Der wohl berühmteste Blick im Park: die Sicht auf die Cuernos mit dem Planken-Wanderweg und Pehoé-See im Vordergrund. Am leichtesten mit dem Auto zu erreichen – mir war es als Fußmarsch von der Bushaltestelle zu weit.


➞ 2. Mirador Base Torres

Schwer: 20,5 km, +910 m, -910 m | Start: am Welcome Center

Für die beliebte Sicht auf die drei Felstürme und den unglaublich farbigen Gletschersee. Perfekt für Selfies bei Sonnenaufgang (dafür musst du im Park übernachten). Mit dem Bus: per Nationalpark-Shuttle (Abfahrtszeiten angepasst an die Ankunft der Busse). Mit dem Auto: parken am Welcome Center.

Achtung: du muss bis spätestens 14 Uhr die Wanderung am Refugio Chileno starten (Nationalpark-Regelung).

Das Highlight des W-Trek: Die berühmten Felstürme, Namensgeber für den Nationalpark Torres del Paine

➞ 3. Mirador Condor

Leicht: 2,5 km, +190 m, -190 m | GPS Download | Start: Camping Pehoé

Phänomenaler Blick von oben auf den Lago Pehoé und die umliegenden Berge. Die Wanderung beginnt gleich hinter Camping Pehoé, man läuft anfangs durch den Campingplatz hindurch. Vorteil: Vom Camping Pehoé hat man einen der schönsten Blicke auf die Cuernos.

Bus Abfahrt Richtung Hotel Lago Grey: 10:00, 10:05, 10:15, 15:30 & 17:30 Uhr
Bus Abfahrt Richtung Laguna Amarga: 14:15, 17:45, 18:00 Uhr


➞ 4. Mirador Cuernos & Salto Grande

Leicht: 7,7 km, +110 m, -110 m | Link zu Komoot | Start: Estancia Pudeto

Toller Blick auf die Cuernos mit Lago Nordenskjöld im Vordergrund. Du startest an der Estancia Pudeto (an der du auch den Salto Grande sehen kannst), neben dem Katamaran-Bootsanleger. Mit dem Bus: Haltestelle Pudeto. Mit dem Auto: Parkplatz hinter der Cafeteria Pudeto.

Fahrzeiten Haltestelle Pudeto:
Abfahrt Richtung Hotel Lago Grey: 9:45, 9:50, 10:00, 15:00, 17:15 Uhr
Abfahrt Richtung Laguna Amarga: 10:30, 14:30, 14:35, 14:40, 19:15, 19:30, 19:35 & 19:40 Uhr


➞ 5. Mirador Grey Gletscher

Mittel: 23,1 km, +630 m, -640 m | Start: Paine Grande (Fahrt Katamaran)

Panorama-Aussicht auf den Gletscher, Option bis zum Refugio Grey oder noch weiter nach Norden zur zweiten Aussicht zu wandern – dann wird die Wanderung eher schwer. Zum Startpunkt in Paine Grande gelangst du mit dem Katamaran über den Lago Pehoé. Mit dem Bus: Haltestelle Pudeto. Mit dem Auto: Parkplatz hinter der Estancia Pudeto. Am besten übernachtest du in Paine Grande, sonst wird es knapp mit den Fahrzeiten des Katamarans.

Fahrzeiten Katamaran:
Richtung Paine Grande: 8:30, 10:30, 16:15, 17:00, 18:00 Uhr
Richtung Pudeto: 9:20, 11:20, 17:00, 17:40, 18:40 Uhr

Fahrzeiten Bus, Haltestelle Pudeto:
Abfahrt Richtung Hotel Lago Grey: 9:45, 9:50, 10:00, 15:00, 17:15 Uhr
Abfahrt Richtung Laguna Amarga: 10:30, 14:30, 14:35, 14:40, 19:15, 19:30, 19:35 & 19:40 Uhr


➞  6. am Lago Pehoé entlang (Paine Grande – Administración)

Mittel: 17,8 km, +120 m, 140m | GPS Download | Start: Paine Grande (Fahrt Katamaran)

Im ruhigeren Hinterland des Parks immer am Lago Pehoé entlang. Du musst am Ende von der Haltestelle Administración mit dem Bus zurück zum Auto (oder deiner Unterkunft) fahren. Die Wanderung ist auch in die andere Richtung möglich, dann wanderst du nach Norden der Sonne entgegen.

Fahrzeiten Haltestelle Pudeto:
Abfahrt Richtung Hotel Lago Grey: 9:45, 9:50, 10:00, 15:00, 17:15 Uhr
Abfahrt Richtung Laguna Amarga: 10:30, 14:30, 14:35, 14:40, 19:15, 19:30, 19:35 & 19:40 Uhr

Fahrzeiten Haltestelle Administración:
Bus Abfahrt Richtung Laguna Amarga: 14:00 & 17:30 Uhr


Weitere Aktivitäten

Mit dem Auto durch den Torres del Paine

Perfekt für einen Tag: fahre alle Straßen im Nationalpark ab und halte an allen Aussichtspunkten an. Vor allem zwischen Pudeto und Laguna Amarga gibt es davon einige. Du kannst direkt von der Straße aus Pumas entdecken, Guanacos beobachten, nach Kondoren suchen oder einfach nur die atemberaubende Landschaft bewundern.

Der wohl beliebteste Ausblick im Park ist beim Explora Hotel, auf dem Bohlenweg mit Blick nach Norden auf die Cuernos (Weg zum Salto Chico).

Bootsfahrt Lago Grey zum Gletscher

Man fährt nah an den Gletscher ran und bekommt einen Whiskey oder Pisco Sour mit Gletschereis. Tipp: Wenn euch die Touren im Torres del Paine zu teuer sind, könnt ihr sie auch weiter nördlich in Rio Tranquilo machen – für einiges weniger Geld.

Die Bootstouren starten am Grey Hotel. Mein Tipp ist die Tour ab dort zu buchen* (und nicht z. B. ab Puerto Natales), da man sich so ca. 100€ spart.

Gletscherwanderung auf dem Grey Gletscher

Für Abenteurer*: Man ist ca. 1 h mit Steigeisen, Gurt & Seil auf dem Eis, Tourdauer ca. 5 h. Übernachtung erforderlich, entweder im Camp Grey oder Paine Grande, ab 300 €.

Tipp: Mehrtägige Kajak-Tour

Für Abenteurer: eine 4-tägige Kajaktour durch das Seen-System des Torres del Paine. Ich habe die Tour nicht selbst gemacht, der Tipp kommt aber persönlich aus erster Hand. Du paddelst durch abgelegene Gebiete, triffst unterwegs so gut wie niemanden und die Gegend am dritten Tag wird anscheinend nur von diesem Anbieter befahren. Die Betreuung durch das Team ist auch sehr gut und der Anbieter wird absolut weiter empfohlen.

Kajak Expedition von Tyndall – 4 Tage Abenteuer

Pumas beobachten

Es gibt einige Toure wie „Puma Tracking/Safari*“ (ab 450 €) oder auch geführte Fototouren, wo man gezielt auf die Suche nach den Großkatzen geht. Du kannst dich aber auch einfach allein auf die Suche machen, es gibt sehr viele Berichte von Pumasichtungen vom Auto aus.

Reittour mit dem Pferd

Man kann im Park auch herumreiten – Chile hat eine große Gaucho-Tradition (die Viehtreiber zu Pferde). Touren ab 300 €* (in Puerto Natales ca. 150€, passt beim buchen auf dass es auch wirklich IM Park ist). Ich würde empfehlen, die Haltungs- und Reitbediungen vor der Buchung kritisch zu überprüfen.

In der Nähe: die Milodon-Höhle

Für Paläontologie-Fans: Ganz in der Nähe zum Torres del Paine liegt die Cueva del Milodón, in der die Überreste eines eiszeitlichen Riesenfaultiers gefunden wurden. Es gibt einige Wanderwege um die Höhle, Tickets sind erforderlich (ca. 6 €).

Guanacos kann man überall im Park am Straßenrand entdecken und beobachten.

Rorres del Paine Unterkunft: Camping, Refugio oder Hotel?

Für eine Wanderung auf dem W-Trek oder O-Trek und die Reservierung der Zeltplätze empfehle ich dir meinen Planungsguide für beide Trekkingtouren.

Die richtige Torres del Paine Unterkunft hängt stark davon ab, wie du reist und wie viel Luxus du unterwegs willst. Du hast Zeltplätze, Refugios oder Luxushotels zur Auswahl.

Unterkünfte im und in direkter Nähe zum Torres del Paine

Meine Empfehlung: Zeltplätze

An den Zeltplätzen kannst du für gewöhnlich W-Lan kaufen, ca. 4 € pro Stunde.

  • Paine Grande: eigenes Zelt (12 €), Zelt mieten (ab 40 €) oder Zimmer im Refugio (ab 57 €). Bei gutem Wetter ist die Bootsfahrt allein eine Reise wert. Der Campingplatz selbst ist recht groß und nicht so besonders, aber die Lage ist wunderschön. Ausgangspunkt der Wanderung zum Grey Gletscher.
  • Pehoé / Yellow Plum Camp: Dome mieten (ab 76 €, Glamping) oder eigenes Zelt (19€). Eine der besten Sichten auf die Cuernos-Berge. Man kann hier auch super mit dem Camper stehen, Ausgangspunkt für die kleine Wanderung zum Mirador Condor. Es gibt ein Restaurant und einen Mini-Market. Einziger Nachteil: die Bäder sind nicht ganz so sauber (mit einem eigenen Camper aber nicht so das große Problem)

Glamping & Hotels

  • Camping Central: Hütte (ab 304 €), Zelt mieten (ab 150 €) oder eigenes Zelt (ab 48 €). Wenn ihr die Base Torres ohne Auto zum Sonnenaufgang wandern wollt, müsst ihr hier übernachten.
  • Estancia TerceraBarranca Hotel: außerhalb des Parks, Blick auf die Torres von hinten (tolle Fotomöglichkeiten)
  • Serrano Village: außerhalb des Parks, Glamping, Lodge und Hotel Möglichkeiten. Für Blicke auf den Park, ohne bereits ein Eintrittsticket zahlen zu müssen. In direkter Nähe gibt es einige weitere Unterkünfte, die teilweise günstiger sind.
  • Hotel Lago Grey: Am Ende der Straße durch den Park, sehr beliebtes Hotel direkt am Lago Grey. Ausgangspunkt der Bootsfahrten auf dem See.

Anreise

Von Deutschland aus fliegt man entweder über Santiago de Chile oder über Buenos Aires (Argentinien). Von dort geht’s (z. B. mit sky airline) nach Puerto Natales oder Punta Arenas.

Ich suche meine internationalen Flüge immer über skyscanner und vergleiche über mehrere Wochen hinweg die Preise in einem inkognito Browserfenster.

Ich empfehle es, direkt nach Puerto Natales zu fliegen, da dies der Startpunkt jeder Torres del Paine Reise ist. Ein Flug nach Punta Arenas lohnt sich nur, wenn du dort Aktivitäten geplant hast – die Stadt selbst ist meiner Meinung nach keinen Zwischenstopp wert. Mehr zu Punta Arenas und den Orten in Feuerland wirst du in meinem nächsten Blogbeitrag lesen können.

Nach Puerto Natales

Wer den Torres del Paine auf eigene Faust erkunden möchte, beginnt die Reise fast immer in Puerto Natales.

  • Mit dem Flugzeug: sky airline z. B. von Santiago de Chile oder Buenos Aires
  • Mit dem Bus: Recorrido und Busbud* sind gute Portale, Busse fahren direkt z. B. von El Calafate, Punta Arenas oder Ushuaia. Von Santiago oder Buenos Aires ist es möglich komplett mit dem Bus zu fahren, dauert aber ca. 2 Tage und erfordert 3–4 Umstiege.
  • Mit der Fähre: mit Navimag kannst du von Puerto Montt in 4 Tagen direkt nach Puerto Natales fahren. Ich denke dass es ein unglaubliches Abenteuer für sich ist, einen Großteil Patagoniens mit dem Boot abzufahren. Mit TABSA kannst du von Caleta Tortel aus fahren, dies würde Sinn machen wenn du davor einen Roadtrip auf der Carretera Austral planst und danach möglichst schnell nach Süden willst.
  • Mit dem eigenen Mietauto*: gib deinen Weg einfach bei Google Maps ein ;). Aber mein Roadtrip-Tipp für Patagonien: Zuerst die Carretera Austral in Chile nach Süden fahren, und dann über Chile Chico und El Calafate in Argentinien bis nach Puerto Natales (und später weiter nach Punta Arenas).
Bergpanorama auf dem W-Trek im Torres del Paine Nationalpark
Das Bergpanorama am Aussichtspunkt Británico

In den Torres del Paine Nationalpark

Vergesse nicht dein Ticket für den Nationalpark im Voraus zu kaufen und auf dein Smartphone zu laden! Im Park gibt es keinen Internetempfang. Ticket kaufen: die offizielle Website von pasesparques. Mehr zum Ticketkauf.

per Bus in den Park

Der Bus in den Torres del Paine Nationalpark fährt am Terminal Puerto Natales ab. Hier fahren übrigens auch alle anderen Busse ab, z. B. nach El Calafate, Ushuaia oder Punta Arenas.

Alle Busse (Firmen: Bus Sur, Buses Gomez, Base Torres, Australbus) fahren zum Eingang Laguna Amarga. Von dort kannst du in die Busse durch den Park von Bus Sur umsteigen.

Buchung: über Recorrido (meine Empfehlung) oder Busbud*. Buche die Bustickets früh genug online, zur Hauptsaison sind die Tickets schnell weg. Du kannst sie ebenfalls am Busterminal in Puerto Natales kaufen.

Fahrzeiten: Der früheste Bus startet um 6:30 Uhr (Ankunft 8:30), der letzte um 18 Uhr (Ankunft 21:00 Uhr). Vor allem morgens gibt es mehrere Busse zur gleichen Zeit, um den Bedarf zu decken.

Zurück nach Puerto Natales fahren die Busse ab 11:00 Uhr bis 20:25 Uhr.

Shuttle zum Welcome Center

Am Eingang Laguna Amarga fährt das Shuttle zum Welcome Center. Einen Fahrplan gibt es nicht, die Zeiten richten sich nach der Ankunft der Busse aus Puerto Natales. Es kann in Bar bezahlt werden, die Fahrt dauert ca. 15 min.

Per Bus durch den Park

Am Eingang Laguna Amarga fahren die Busse von Bus Sur durch den Park Richtung Hotel Lago Grey ab. Auch wenn du mit einem Bus Sur in den Park fährst, wirst du hier umsteigen müssen.

Die Haltestellen: Pudeto, Pehoé, Administración, Hotel Lago Grey

Buchung: über Recorrido, um die Fahrzeiten zu sehen gebt ihr als Route Puerto Natales -> Torres del Paine an. Die tatsächlichen Endhaltestellen werden euch unter „Arrival“ angezeigt.

Bei der Bussuche nach Torres del Paine kann man bei Arrival sehen, bis wohin der Bus fährt.

Zu Pudeto und Pehoé fährt der Bus 5 x am Tag, zur Administración und Pudeto nur 3 x am Tag.

Fahrzeiten Haltestelle Laguna Amarga:
Abfahrt Richtung Hotel Lago Grey: ca. 9:00, 9:05, 9:15, 11:00, 14:40 Uhr

Fahrzeiten Haltestelle Pudeto:
Abfahrt Richtung Hotel Lago Grey: 9:45, 9:50, 10:00, 15:00, 17:15 Uhr
Abfahrt Richtung Laguna Amarga: 10:30, 14:30, 14:35, 14:40, 19:15, 19:30, 19:35 & 19:40 Uhr

Fahrzeiten Haltestelle Camping Pehoé
Abfahrt Richtung Hotel Lago Grey: 10:00, 10:05, 10:15, 15:30 & 17:30 Uhr
Abfahrt Richtung Laguna Amarga: 14:15, 17:45, 18:00 Uhr

Fahrzeiten Haltestelle Administración (CONAF – Villa Monzino)
Abfahrt Richtung Hotel Lago Grey: 10:45, 11:00 & 16:00 Uhr
Abfahrt Richtung Laguna Amarga: 14:00 & 17:30 Uhr

Fahrzeiten Haltestelle Hotel Lago Grey
Ankunft aus Laguna Amarga: 11:30, 16:30
Abfahrt Richtung Laguna Amarga: 13:30, 17:00, 17:15

Der Katamaran zwischen Pudeto & Paine Grande

Der Katamaran fährt ca. 5x am Tag. Er wird von Catamaran Lago Pehoe betrieben, aber das Ticket könnt ihr bei wetravel kaufen (ca. 26 €).

Fahrplan Richtung Paine Grande: 8:30, 10:30, 16:15, 17:00, 18:00 Uhr
Fahrplan Richtung Pudeto: 9:20, 11:20, 17:00, 17:40, 18:40 Uhr

Wenn ihr mit dem Bus in den Park reist, ist die richtige Bus-Katamaran-Verbindung nach Paine Grande die um 10:30.

Hitchhiken / per Anhalter fahren

Da im Park zu 99 % Touristen unterwegs sind, ist es recht sicher per Anhalter zu fahren. Bei mir hat es sehr gut geklappt und gleich das 3. oder 4. Auto hat für mich angehalten. Wenn du Glück hast, werden deine Fahrer öfter mal stoppen um die Aussicht zu genießen. So kannst du auch ohne eigenes Auto in den Genuss von den Aussichtspunkten kommen.

Auch vom Bus aus kann man Guanacos entdecken

Beste Reisezeit

Grundsätzlich ist der Torres del Paine Nationalpark ein Reiseziel mit eher kühlerem Wetter – wirklich heiß wird es eigentlich nie. Der Wind ist berühmt berüchtigt, mit Kälte, Regen oder gar Schnee und Eis muss man ganzjährig rechnen – vor allem in den Bergen, z. B. auf der beliebten Wanderung zur Aussicht auf die Torres (siehe Aktivitäten).

  • Hauptreisezeit (Sommer): Dezember bis Februar
    Hier hast du durchschnittlich die wärmsten Temperaturen (15–20°) und die meisten Sonnenstunden. Allerdings sind Januar und Februar auch die Monate mit den höchsten durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten und das Wetter kann sehr unbeständig sein. Die Tage sind lang, es gibt die meisten Sonnenstunden.
  • Nebensaison: November (Frühling) und April (Herbst)
    Die durchschnittlichen Temperaturen liegen um die 10–15°. Generell ist das Wetter etwas beständiger, allerdings kann es auch jederzeit zu einem Wintersturm kommen. Im Frühling erlebt ihr die ersten Blumen und alles ist ein wenig grüner, die Berggipfel sind noch Schneebedeckt. Im Herbst lässt der Wind lässt nach und die Vegetation strahlt in roten und orange Herbstfarben. Das Licht und die Farben werden durch die tieferstehende Sonne weicher, die Tage werden kürzer.
  • Winter: Mai bis September
    Eine Reise im Winter bietet ihren ganz eigenen Reiz. Die Berge und Wanderwege sind dann von Schnee bedeckt – bei schlechtem Wetter oder schweren Schneefall werden sie allerdings gesperrt. Einige Routen sind komplett gesperrt. Stell dich auf frostige Temperaturen ein und bleib bei der Planung flexibel, damit du Schlechtwetterfronten zur Not abwarten kannst. Bedenke bei Wanderungen, dass die Tage sehr kurz sind.

Generell ist Südpatagonien eine unberechenbare Klimazone. Die Wahrscheinlichkeit, dass du im Hochsommer gutes Wetter hast ist zwar höher, aber nicht garantiert.

Während meiner Patagonienreise war das Wetter von Dezember bis Februar recht schlecht, viel Regen und Kälte. Ab März wurde es richtig Sonnig, weniger Wind und sehr wenig Regen. Du solltest dich also nicht zu sehr auf Diagramme und Prognosen verlassen. Die Wahrscheinlichkeit auf Schneefall ist im November aber noch deutlich höher und steigt ab April wieder stark an.

Falls du eine Wanderung oder eine Trekkingtour im Torres del Paine plant, sei dir der Wettergefahren bewusst und pack dementsprechend die benötigte Ausrüstung ein.

Im Hochsommer, Ende Januar: Regen, starker Wind und um die 5° – auch das ist möglich

Verpflegung/Essen

Im Park gibt es keinen Supermarkt, entweder ihr kehrt während eures Aufenthaltes in die Restaurants ein (die meisten Unterkünfte haben eins), oder ihr nehmt euch Essen im Auto mit. Es gibt an einigen Orten (z. B. Camping Central, Welcome Center, Camping Pehoé) kleine Mini-Markets mit den nötigsten Dingen und Snacks, aber kein Obst oder richtiges Essen.

Stell dich darauf ein, dass alles ca. doppelt so teuer ist wie im restlichen Chile. Generell sind die Preise in Chile sehr ähnlich zu denen in Deutschland.

Chile ist Keks-Land: meine Favoriten (3€+ im Park)

Kosten

Patagonien ist kein günstiges Reiseland, und der Torres del Paine war auf meiner 3-monatigen Patagonien Reise die teuerste Gegend. Wie viel Geld ihr letztlich ausgebt hängt aber maßgeblich davon ab, wo ihr übernachtet und was ihr im Park macht. Nachfolgend ein kleiner Überblick zu den ungefähren Kosten verschiedener Unterkunftsoptionen und Aktivitäten.

  • Eintritt: 33 €–46 €, je nach Aufenthaltsdauer
  • Kosten für Campingplätze: 12–150 €, je nach Ort
  • Kosten für Hotels: ab 250 € bis 6.000 €
  • Kosten für Verpflegung: Abendessen in einem Refugio 35–50€, in den Restaurants geht das noch gut nach oben
  • Kosten für Aktivitäten:
    eigene Wanderung: 0 €, geführte Wanderung: ab 80 €, Gletschertour Boot: ab 100 €, Gletschertour Wandern: ab 300 €, Puma-Tour: ab 450 €
  • Mietauto: ab 300 € für eine Woche

Ich habe für Eine Woche im Park ca. 600€ gezahlt: 6 Nächte, 1 Abendessen, 1 Mittagessen, 3 Kaffee & 2 x Snacks, Busse, Shuttle & Katamaran. Mein Programm: 4 Tage W-Trek, 2 Tage am Camping Pehoé. Ich habe keine geführten Touren oder Aktivitäten unternommen.

Auch Kondore kann man im Park oft beobachten. Sie sind die größten flugfähigen Vögel Amerikas.

Meine Top 5 Torres del Paine Tipps auf einen Blick

  • Kaufe das Ticket ein paar Tage vor dem Besuch & lade es auf dein Handy
  • Im Park gibt es keinen Handyempfang, W-Lan ist sehr teuer. Lade dir davor Musik, Bücher und Serien auf dein Handy.
  • Zwiebelsystem für Kleidung ist dein bester Freund für das patagonische Wetter
  • Mach die Base Torre Wanderung bei gutem Wetter zum Sonnenaufgang
  • Reserviere die Campgrounds für den W-Trek so früh wie möglich (ab April/Mai) (wie das geht liest du in meinem Planungs Guide)

Packliste & Ausrüstung

Für Trekking auf dem W-Trek und O-Trek lest euch meine komplette Packliste mit vielen Tipps und Infos zur Ausrüstung durch.

Ich werde hier nur besondere Gegenstände für eine Patagonien-Reise auflisten, generelle Sachen wie Zahnbürste oder Reisepass nimmt man ja auf jede (Fern)Reise mit.

  • Rucksack: Da es in Patagonien oft Schotterstraßen statt Teer gibt, würde ich ein leicht zu tragendes Hauptgepäckstück empfehlen. Ich nutze den Osprey Exos 58, der ist aber eher zum Wandern als Reisen geeignet. Bei einem reinen Reise-Rucksack würde ich darauf achten, dass man ihn auch von vorne komplett öffnen und dadurch leichter auf die Sachen innen zugreifen kann.
  • Rucksackliner: Die Regenjacke für deinen Rucksack. Kauf ihn am besten von der gleichen Marke wie deinen Rucksack, damit er optimal passt.
  • Daypack: Ein kleiner bequemer Tagesrucksack für Wanderungen (und fürs Handgepäck).
  • Kamera (+ Tasche & Stativ): Patagonien ist eine Sammlung monumentaler Fotokulissen, es wäre quasi eine kleine Sünde, hier nicht seine beste Kamera mitzunehmen.
  • Wanderschuhe: Neben der Fotokulisse ist Patagonien auch ein Wanderparadies. Die meisten Wege sind in Trailrunnern gut begehbar, wenn du auch ins Hinterland oder auf unbekanntere Pfade willst, empfehle ich richtige Bergstiefel bis über die Knöchel.
  • Zelt & Camping-Equipment: die einfachste Art, um in Patagonien Geld zu sparen. Achte auf eine gute Windstabilität, deine Schlafausrüstung sollte bis mind. 0° warm halten. Wenn du im Frühling oder Herbst dort bist, eher bis -5°.
  • Schlafsack, Isomatte & Auto mieten: Wenn du keine Lust auf ein Zelt hast, ist das die optimale Alternative für ein ultimatives Freiheitsgefühl.
  • Kocher, Campinggeschirr & Gas: der einfachste Weg, um den teuren Preisen im Park zu entgehen. Und so kann man einfach am Parkplatz stehenbleiben, sein Essen zubereiten und die fantastische Aussicht genießen. Z. B. ein Trangia-Sturmkocher, perfekt für windige Verhältnisse.
  • Trinkflasche oder Trinksystem: Ähnlich wie in Deutschland kann man auch in Chile das Wasser aus der Leitung trinken. So hat man für alle Wanderungen genug Wasser dabei und muss keine Plastikflaschen kaufen. Ich nutze die Nalgene oder das Trinksystem von Platypus mit den Faltflaschen.

Zur Kleidung: In Patagonien ist generell der Zwiebellook angesagt ;). Egal wann du fährst, es kann sowohl sehr kalt als auch angenehm warm sein. Achte also darauf, dass du deine gesamte Kleidung kombinieren und übereinander anziehen kannst. Die wichtigsten Kleidungsstücke für Patagonien sind:

  • Regenjacke: z. B. die Patagonia Torrentshell (für normale Wanderungen) oder die Patagonia Triolet (für Trekkingtouren mit schwerem Rucksack)
  • Regenhose: einfach besser bei Wind & Regen, z. B. von Decathlon
  • Windjacke: da es wirklich oft sehr windig ist, kann eine leichte Windjacke nützlich sein.
  • Daunenjacke/Primaloftjacke: Für die kalten Abende & Nächte. Z. B. die Mountain Equipment Senja
  • Fleece: unersetzlich für’s warm halten. Nimm dir am besten zwei mit, wenn Platz im Gepäck ist.
  • Thermounterwäsche: Für Nachts oder fürs Wandern zum drunterziehen.
  • Merino-T-Shirts oder Langarmshirt: einfach besser fürs Wandern, halten besser warm und müffeln nicht so schnell. Ich persönlich kann die Marke Devold empfehlen.
  • Schal, Mütze, Handschuhe, Buff: immer auf Wanderungen mitnehmen.
  • Flip Flops / Aldiletten: Fürs duschen und als Campschuhe, wenn ihr Zeltet.
  • Sonnenbrille: ja, manchmal soll auch mal die Sonne scheinen ;).
Aussicht auf dem W-Trek im Torres del Paine Nationalpark
Meine Regenjacke war mein bester Freund im Torres del Paine.

Ziele in der Nähe

Patagonien hat noch so viel mehr zu bieten als nur den Torres del Paine, auch wenn der Nationalpark DIE Vorzeigedestination schlechthin ist. Überall liest man „WENN DU NACH PATAGONIEN GEHST MUSST DU IN DEN TORRES DEL PAINE!!“. Und ja, er ist wirklich sehr schön und bietet tolle Fotomotive. Aber war er der beste Stop auf meiner Reise? Nein.

Ich denke es kommt sehr darauf an, was man sucht. Ich liebe authentische Orte, wo nicht so viel lost ist. Da ist der Torres del Paine eher nicht so treffend – auch wenn er wirklich ein schönes Panorama hat.

Weitere lohnende Ziele in der Nähe des Torres del Paine:

Puerto Natales: Ein super süßer kleiner Ort mit arktischem Flair. Recht touristisch, da er das Tor in den TdP ist, aber hat noch einen guten natürlichen Charme und einige süße Cafés. Der Hafen ist toll und mir hat es großen Spaß gemacht, einfach durch die Straßen zu schlendern.

Punta Arenas: Das Tor nach Feuerland an der Maggelanstraße, von hier starten Touren nach Ushuaia und Puerto Williams. Perfekt für eine Wal- oder Delfintour, ganz in der Nähe ist die Isla Magdalena mit tausenden Pinguinen (zu der ebenfalls viele Touren angeboten werden). Der Ort selbst ist nicht so touristisch attraktiv wie Puerto Natales, aber wenn man ein echtes Feeling für das Leben am Ende der Welt will, ist man hier am richtigen Ort.

El Calafate: in Argentinien ist der Startpunkt für eine Besichtigung des berühmten Perito Moreno Gletschers. Einer der größten Gletscher am südpatagonischen Eisschild, der Eintritt ist sehr teuer. Man kann den Gletscher von Land aus besuchen oder mit dem Boot oder einer Gletscher-Wandertour.

El Chaltén: in Argentinien ist Heimat des berühmten Fitz Roy und der Laguna de los Tres Wanderung, ebenfalls ein ikonisches Fotomotiv von Patagonien. Die Bergkette um den Fitz Roy ist außerdem das Original des Patagonia-Logos! (Das habe ich erst hinterher erfahren, hehe). Es gibt zahlreiche spektakuläre Wanderungen direkt vom Ort aus, unter anderem die Trekkingtour Huemul Circuit.

Ushuaia: Wird gerne als „das Ende der Welt“ vermarktet, da es einer der südlichsten Orte von Argentinien ist. Die Stadt ist anscheinend sehr schön, ich habe nur positives davon gehört. Es gibt im Umland einige schöne Wanderungen und Trekkingtouren.

Puerto Williams: die südlichste bewohnte Insel von Südamerika, wird ebenfalls als Ende der Welt vermarktet. Ein sehr süßer arktischer Ort mit einer guten Mischung aus Tourismus und Authentizität. Startpunkt der südlichsten Trekkingtour der Welt, des Dientes de Navarino.


Den Torres del Paine auf eigene Faust zu entdecken ist eines der großartigsten Abenteuer, die Patagonien zu bieten hat.

Warst du schon im Torres del Paine und möchtest davon erzählen? Planst du deine Reise und hast noch Fragen? Dann ab in die Kommentare!


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