Patagonien ist berühmt für atemberaubende Landschaften. Und für sein unberechenbares Wetter. Wer den W-Trek im Torres del Paine Nationalpark wandern möchte, steht früh vor einer entscheidenden Frage: Was kommt in den Rucksack?
Diese Packliste hilft dir bei der Entscheidung, was wichtig ist und was nicht. Du findest viele nützliche Tipps und Anmerkungen um zu entscheiden, was du wirklich brauchst – von der Camping-Ausrüstung über Kleidung bis hin zu Kochen und Erste Hilfe. Entstanden ist sie aus eigener Erfahrung auf dem Trail, mit allem, was ich im Nachhinein anders packen würde.
Die Liste lässt sich übrigens genauso gut für den O-Trek verwenden. Dieser erfordert jedoch ein paar zusätzliche Gegenstände – dazu mehr am Ende des Beitrags.
Du kannst die Gegenstände natürlich auch für eine generelle Patagonien Reise oder für Tageswanderungen im Torres del Paine Nationalpark nutzen. Für mehr Tipps zum TdP lies dir meinen Guide mit allen Tipps zu Tageswanderungen, Aktivitäten und Unterkünften durch.
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Rucksack für’s Trekking packen: Grundregeln
Weniger ist mehr
Ein leichter Rucksack macht das Wandern schlicht angenehmer. Mit durchdachten Kombinationen und dem einen oder anderen bewussten Verzicht lässt sich das Gewicht deutlich reduzieren. Praktischer Nebeneffekt beim W-Trek: Zu den großen Aussichtspunkten mit den meisten Höhenmetern läuft man den gleichen Weg zurück – der Rucksack kann also einfach am Einstieg warten.
Redundanz
Pack light, not stupid! Der Trail verläuft in der Wildnis, das Wetter kann schnell umschlagen. Das Kleidungssystem sollte so aufgestellt sein, dass am Abend immer ein trockenes Set zur Verfügung steht – selbst wenn Rucksack und Wanderklamotten komplett durchnässt sind. Ein wasserdichter Packsack ist daher Pflicht, auf dem O-Trek zusätzlich eine zweite Navigationsmöglichkeit.
Hike your own Hike
Am Ende muss in deinen Rucksack, womit DU dich wohl fühlst. Ohne dein eigenes Kopfkissen kannst du nicht schlafen? Du brauchst den einen Kuschel-Fleece um abends warm zu werden? Dann muss das auch in den Rucksack. Nur du bist draußen wandern, und nur du weißt, was du brauchst, um dich wohl zu fühlen.
Deine W-Trek Packliste im Detail
Wichtiges für W-Trek & Torres del Paine
- Eintrittsticket Nationalpark
- Reservierungsbestätigung Campingplätze
- Ticket für den Katamaran (nur für den W-Trek)
- Einreise-Bescheinigung (wird in deinen Pass gelegt, ich hätte es fast weggeworfen)
- Reisepass
- kleiner Daypack
Rucksack
Rucksackliner innen: Ein wasserdichter Packsack für deine wichtigsten Gegenstände wie Schlafsack, Daunenjacke und warme Wechselkleidung ist Pflicht in jedem Trekkingrucksack! Ich nutze dafür eine große schwarze feste Abfalltüte, die komplett in meinem Rucksack liegt und in die alle Gegenstände hineinkommen.
➞ Wenn du Zelt, Isomatte und Schlafsack an den Campgrounds mietest oder ein Zimmer gebucht hast
Mietest du die bereits aufgestellten Zelte auf den Zeltplätzen, und holst dir jede Nacht dort wieder einen neuen Schlafsack, dann kann dein Rucksack ruhig kleiner sein. Ich würde dir raten, möglichst nicht über 40 l Volumen zu kommen. Denn: Je größer der Rucksack, desto mehr packt man für gewöhnlich hinein.
Wenn du gut packst, wirst du vermutlich mit einem 20-25 l Rucksack bereits auskommen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, wähle ein 30–35 l Modell.
Probiere den Rucksack vor dem mieten oder kaufen auf jeden Fall mit Gewicht aus und trage ihn ein wenig herum! Nur so merkst du, ob er wirklich passt.
Für eine optimale Routenplanung mit kleinem Rucksack:

➞ Wenn du alles selbst trägst
Bringst du dein eigenes Camping-Equipment oder leihst es in Puerto Natales, brauchst du natürlich auch einen größeren Rucksack. Ich würde dir dennoch auch hier empfehlen, nicht über 60 l zu gehen – alles darüber wirst du nur mit unnötigen Dingen füllen. Vergiss nicht, dass du zwar in der Wildnis bist, die Zivilisation aber nie mehr als ein paar Stunden Gehweg weit weg ist.
Probiere den Rucksack vor dem mieten oder kaufen auf jeden Fall mit Gewicht aus und trage ihn ein wenig herum! Nur so merkst du, ob er wirklich passt.
Ich persönlich wandere bei so kurzen Touren wie dem W-Trek mit 4–5 Tagen mit meinem Osprey Exos 38 l*, der von der Größe her völlig ausreicht. Mein Zelt-Equipment ist allerdings auch klein. Bedenke, dass gemietetes Equipment nicht so optimiert ist wie vielleicht deine persönliche Ausrüstung. Es kann gut sein, dass der Miet-Schlafsack doppelt so groß ist wie ein Quilt oder Ultraleicht-Schlafsack.
Wenn du dein Zelt oder die Isomatte außen an den Rucksack schnallst, packe sie unbedingt in wasserdichte Packsäcke (z. B. einen Müllsack) ein! Niemand will auf einer durchnässten Isomatte schlafen oder ein völlig nasses Zelt aufbauen, nur weil es tagsüber ein paar Stunden darauf geregnet hat.
| Gegenstand | Name | Gewicht |
|---|---|---|
| Rucksack | Osprey Exos 38 l* | 820 g |
| Rucksackliner innen | große Abfalltüte | 30 g |
| Rucksackliner außen | Osprey* | 50 g |
| Gesamtgewicht Rucksack | 900 g |
Camping Ausrüstung
➞ Wenn du Zelt, Isomatte und Schlafsack an den Campgrounds mietest oder ein Zimmer gebucht hast
Wenn du die Campingplätze mit einer „fully equipped Site“ gebucht hast, musst du dich um die „großen 3“ schon mal nicht mehr kümmern. Was ich dir zusätzlich empfehlen würde:
- Schlafsack-Inlet, z. B. aus Seide
- ein kleines Kissen, z. B. ein aufblasbares
- oder ein Kissenbezug, in den du Kleidung oder deine Regenjacke stopfst

➞ Wenn du in Puerto Natales mietest
Du kannst dein komplettes Wanderequipment in Puerto Natales mieten, die Qualität ist auch gar nicht so schlecht. Neben den großen Sachen wie Zelt, Schlafsack und Isomatte kannst du sogar Trekkingstöcke oder warme Kleidung mieten. Dies würde ich dir allerdings nur empfehlen, wenn der W-Trek die einzige Wanderung auf deiner Patagonienreise sein wird.
Mehr zum Equipment mieten in Puerto Natales gibt es im Planungs-Guide.
Prüfe unbedingt alle gemieteten Gegenstände auf Mängel oder Fehler. Denk dran: Zelt, Schlafsack und Isomatte sind essenziell für deine Gesundheit und Sicherheit auf der Trekkingtour. Wenn du mehrere Optionen zur Auswahl hast, wähle das windresistentere Zelt. Der Schlafsack sollte eine Komforttemperatur von ca. -5° , die Isomatte einen R-Wert von 3-4 haben.
Denk dran einen wasserdichten Packsack (z. B. Müllsack) über deine Isomatte und/oder Zelt zu ziehen, wenn du sie außen an den Rucksack schnallst.
➞ Wenn du dein eigenes Equipment von zu Hause mitbringst
In Patagonien lohnt es sich, nicht nur auf Trekkingtouren zu zelten. Die Campingplätze sind sehr toll, jeder Platz auf dem ich war hatte einen schönen Aufenthaltsraum und eine komplett ausgestattete Küche. Es hat sich eher wie ein Hostel angefühlt, mit dem Unterschied, dass man nicht in einem Schlafsaal, sondern in seinem eigenen privaten Zelt schläft.
Mit Zelten kann man zusätzlich viel Geld sparen. Patagonien ist nicht günstig. Campingplätze kosten ca. die Hälfte von Hostels, Privatzimmer/ Hotels sind natürlich nochmal teurer.
Die meisten Zeltplätze haben auch eine recht gute Lage in den Orten.
Zelt
Windsicherheit ist die wohl wichtigste Eigenschaften für ein Zelt in Patagonien. Ich habe auf meiner Reise zwar nur ein Zelt mit zerbrochenem Gestänge (hallo MSR) erlebt, aber Geschichten gibt es mannigfaltig.
Mein Zelt ist das Durston X-Mid 1 Solid, ein winterfestes ultraleichtes Zelt unter 250 €, das sich vor allem in den USA großer Beliebtheit erfreut (der Hersteller ist aus Kanada, man muss also hierzulande leider Zoll bezahlen). Ich habe das Zelt bereits mehrere Monate in verschiedenen Klimazonen testen können und bin insgesamt absolut begeistert. Ich hatte auch ein paar patagonische Stürme, und es hat alles einwandfrei überstanden.
Einziges Manko: Die mitgelieferten Abspannleinen waren etwas zu schmal für die Versteller, so dass ich bei starken Wind Knoten in die Leinen machen musste. Die Schnur ist sonst bei starken Windböen durchgerutscht, wodurch das Zelt nicht mehr auf Spannung war. Durston hat aber einen super Kundensupport, und mir wurden ohne Zusatzkosten dickere Abspannleinen zugeschickt!
Ich nutze zusätzlich zu meinem Zelt auch immer ein Groundsheet aus Tyvek, das meinen Zeltboden sauber und trocken hält. Das Groundsheet schützt außerdem das Zelt vor Schäden und verringert generell das Kondenswasser, das sich im Zelt bildet.

Schlafsack
Ich würde euch einen Schlafsack mit ca. -5° Komforttemperatur empfehlen. Ich denke, ich habe bereits das ein oder andere Mal das wechselnde Wetter erwähnt … 😉
Temperaturangaben von Schlafsäcken: Vereinfacht gesagt gilt die Komforttemperatur für Frauen und die Limit-Temperaturangabe für Männer. Eine durchschnittliche Frau mit durchschnittlichem Kälteempfinden wird also einen dickeren und wärmeren Schlafsack als ein Mann benötigen.
Neben einem Schlafsack kann ich auch Quilts empfehlen, hier würde sich dann eine zusätzliche Daunenkappe für die Nacht anbieten.
Generell ist es bei Schlafsäcken so, dass Daune anfälliger für Nässe ist und Kunststoff schwerer und größer. Für welches Material man sich letztendlich entscheided ist denke ich Geschmacksache. Ich habe einen Daunenschlafsack, obwohl ich oft in nassen und kalten Gebieten zelte. Es kommt zwar ab und an vor, dass er morgens etwas zusammengefallen ist, aber insgesamt würde ich aufgrund des kleinen Packmaßes und des Gewichts immer wieder zu Daune greifen (auch wenn es Daune immer ein wenig nach Tier riecht).
Mein Schlafsack ist der Cumulus Panyam 450 mit 50 g overfill, die ich auch unbedingt brauche, da ich sehr verfroren bin. Ich kann den Schlafsack aber eher für ruhige Schläfer empfehlen: Er hat am Rücken weniger Füllung und wenn du dich im Schlaf viel und oft herumwälzt, kann es schon mal kalt am Rücken werden.
Wasserdichter Packsack: nutzt du keinen innenligenden Rucksackliner, packe deinen Schlafsack unbedingt in einen wasserdichten Packsack.

Isomatte
Ich schwöre ja auf die Isomatten von Therm-a-Rest. Ich bin nach meiner ersten Tour auf die aufblasbare Therm-a-Rest NeoAir X-Lite* umgestiegen und hab es nicht bereut. Sie ist zwar etwas schmal, aber das Packmaß ist genial und sie ist eine der leichtesten (im Verhältnis zum R-Wert, dem Wärmegrad) Isomatten auf dem Markt.
Besonders toll: Therm-a-Rest hat eine gute Garantie auf seine Produkte und einen sehr guten Kundenservice. Meine Matte ist nach einigen Jahren wegen Materialversagen undicht geworden und wurde mir ohne Proteste ersetzt. Ich würde jederzeit wieder dort kaufen!
Schlafkomfort
Folgende Dinge dürfen bei mir nicht fehlen:
- Schlafsack-Inlet*, z. B. aus Seide (gibt nochmal etwas Wärme und hält den Schlafsack frisch, man kann es einfach nach der Tour waschen)
- ein kleines Kissen, z. B. ein aufblasbares
- oder ein Kissenbezug, in den du Kleidung oder deine Regenjacke stopfst, z. B. von Cocoon*
| Gegenstand | Name | Gewicht |
|---|---|---|
| Zelt | Durston X-Mid 1 Solid | 930 g |
| 11 Heringe & 2 Spannleinen | 140 g | |
| Tyvek Groundsheet | 100 g | |
| Schlafsack | Cumulus Panyam 450 | 900 g |
| Isomatte | Therm-a-Rest NeoAir X-Lite* | 330 g |
| Schlafsack-Inlet | aus Seide* | 120 g |
| Kissenbezug | Cocoon* | 30 g |
| Gesamtgewicht Camping | 2.550 g |
Kleidung
Wander-Set am Körper
Ich empfehle grundsätzlich, auf Trekkingtouren immer nur 1 Set Kleidung zum Wandern und 1 Wechselgarnitur mitzunehmen. Draußen wird man sowieso dreckig und schwitzt und man wird unweigerlich muffeln.
Es gibt Ultraleicht-Wanderer, die sogar nur ein einziges Set mitnehmen, für Tag und Nacht. Davon würde ich im Torres del Paine eher abraten. Es ist durchaus sehr wahrscheinlich, dass du mindestens an einem Tag völlig durchnässt ankommen wirst, und dann hast du noch einen sehr kalten Abend vor dir. Möchtest du dich dann außerhalb deines Schlafsacks aufhalten, brauchst du trockene Wechselklamotten.
Mein Wanderset auf dem W-Trek bestand aus einem Merino-Wandershirt (von Devold*, kann ich sehr empfehlen) und einem Wanderhemd. Meistens hatte ich beides übereinander an, trotz Sonne wurde es bei mir nie so warm, dass mir ein T-Shirt oder nur das Hemd gereicht hätte.
Als Wanderhose nutze ich auf 80% der Trails weltweit eine klassische Wanderhose von Frilufts. Sie hat ein Gummiband, so dass ich die Hosenbeine hochziehen und über den Waden befestigen kann wenn es warm wird. Der Stoff ist robust und strapazierfähig, sie hat große Hosentaschen und zusätzlich Taschen an den Oberschenkeln. Das sind für mich die großen Pluspunkte schlechthin, und immer wenn ich in Leggins wandere, vermisse ich die Funktionen meiner mittlerweile recht ausgebeulten Wanderhose.
Letztendlich ist es egal in was du wanderst, hauptsache du fühlst dich wohl und es ist auf dein Temperaturempfinden abgestimmt. Ich z. B. friere sehr leicht, weswegen ich meistens das ein oder andere Kleidungsstück mehr im Gepäck habe als andere.
Das einzige, wovon ich wirklich abrate, ist Kleidung aus Baumwolle: sie trocknet schlecht, ist schwer, wärmt schlecht und ist generell kein gutes Funktionsmaterial.
Als Wanderschuhe würden dir prinzipiell für den Weg einfache Trailrunner ausreichen. Wenn du aber mit einem voll gepackten Trekkingrucksack unterwegs bist, und zusätzlich dazu nicht oft Wandern gehst, empfehle ich dir unbedingt klassische Wanderstiefel, die bis über den Knöchel gehen. So verhinderst du, dass ein Umknicken in einem Bänderriss endet.
Trekkingstöcke: Ich persönlich wandere inzwischen immer mit ihnen, egal ob ich sie wirklich brauche oder nicht. Wirklich nützlich sind sie auf dem W-Trek für den Abstieg vom Mirador Base Torres, der doch recht steil und lang ist.
| Gegenstand | Name | Gewicht |
|---|---|---|
| Wanderstiefel / Trailrunner | Scarpa Bergstiefel | 1.000 g |
| Trekkingstöcke | Black Diamonds wm’s Trail* | 440 g |
| Sonnenbrille | 40 g | |
| Wanderhose | Frilufts | 290 g |
| T-Shirt Merino | Devold Lauparen* | 120 g |
| Wanderhemd | Frilufts | 190 g |
| Wandersocken Merino | Icebreaker | 70 g |
| Sport-BH | Nike | 110 g |
| Slip | 10 g | |
| Gesamtgewicht Wanderkleidung | 2.270 g |

Wetterschutz
Dein vielleicht liebstes Ausrüstungsstück: eine gute Regenjacke*. Ich hatte eine Patagonia (höhö) Regenjacke dabei (Modell Torrentshell), die nicht für starken Regen oder Trekkingtouren ausgelegt war, und ich habe es bereut. Am ersten Tag war ich durch alle Schichten bis auf die Unterhosen durchnässt. Falls ihr für den Trip nicht extra in eine Jacke investieren wollt, nehmt die Möglichkeit der absoluten Durchnässung in Kauf und packt euch ein warmes Wechselkleidungsstück zusätzlich ein.
Regenhose: ist nervig im Rucksack, aber wichtig für eine W-Trek Wanderung. Der Regen kann dank Wind von allen Seiten kommen, und du wirst Schutz für deine Beine wollen.
Handschuhe: nehme ich immer mit, meine Hände frieren sehr schnell. Ich bin auch großer Fan von wasserdichten Fäustlingen, die man über seine dünnen Liner-Handschuhe ziehen kann. So bleiben die Hände immer trocken und warm, auch wenn man die Trekkingstöcke nutzt.
Wechselkleidung
Apropos warme Wechselkleidung – ich hatte ein bisschen zu viel eingepackt: ein Merino-Langarmshirt, meine dicke Daunenjacke und zusätzlich noch einen Fleece. Den Fleece würde ich jetzt weg lassen.
Daunenjacke/Primaloftjacke: mein Modell ist sehr dick und warm (wie die Senja*). Für die allermeisten Menschen tut es auch ein leichteres und weniger dickes Modell.
Leggins/Schlafhose: ich bin immer noch auf der Suche nach meinem perfekten Modell. In der Zwischenzeit rate ich euch zu klassischer Skiunterwäsche oder Merino-Leggins.
Wasserdichter Packsack: nutzt du keinen innenliegenden Rucksackliner, packe deine Wechselkleidung unbedingt in einen wasserdichten Packsack.
Tipp: Wenn ihr den W-Trek in der Früh- oder Spätsaison wandert (Nov/März/April), packt euch besser mehr warme Klamotten ein. Es wird kälter als ihr denkt! Vor allem in Kombination mit der Nässe und dem Wind werden 0° schnell zu „unaushaltbar kalt“.
| Gegenstand | Name | Gewicht |
|---|---|---|
| Regenjacke | Patagonia Triolet Jacket* | 500 g |
| Regenhose | Decathlon, Quechua | 250 g |
| Daunen-/Primaloftjacke | Mountain Equipment Dewline | 430 g |
| dünne Handschuhe | Merino von Mammut | 40 g |
| Mütze / Buff & Schal | Buff* | 40 g |
| Leggins / Schlafhose / Wechselhose | The Mobile Society* | 80 g |
| Langarmshirt Merino (schlafen / wechseln) | Icebreaker | 220 g |
| 1 Paar Wandersocken Merino | Darn Tough* | 60 g |
| Wechsel-Slip | 10 g | |
| Sandalen / Campschuhe | Badelatschen aus Gran Canaria | 210 g |
| Gesamtgewicht Wetter & Wechselkleidung | 1.840 g |

Hygiene
Die beste Entdeckung der letzten Jahre waren Zahnpastatabs. Probiert es aus, es ist so viel besser auf Trekkingtour als Zahnpasta.
Ohropax nehme ich immer mit wenn ich auf Reisen bin. Entweder es schnarcht jemand im Zelt nebenan, oder der Wind weht so laut dass ich nicht schlafen kann: Mit ist einfach besser.
Falls ihr Duschgel oder sowas vermisst: das reicht auch nach der Tour 😉
| Gegenstand | Name | Gewicht |
|---|---|---|
| Handtuch klein | 30 g | |
| Zahnbürste & Zahnpastatabs | Irgendwas vom DM | 20 g |
| Knirsch-Schiene, Ohropax | 50 g | |
| Sonnencreme & Labello | ||
| Klopapier & 1 Pack Taschentücher & Mooncup | 170 g | |
| Hand-Desinfektionsmittel | 50 G | |
| Gesamtgewicht Hygiene | 320 g |
Elektronik, Dokumente & Diverses
| Gegenstand | Name | Gewicht |
|---|---|---|
| Smartphone & Ladekabel | iPhone 13 | 260 g |
| Powerbank | VRURC 20.000 mAh* | 280 g |
| Stirnlampe | Petzl Bindi | 40 g |
| Reisepass, Kreditkarten, Impfpass, persönliche Dokumente | 20 | |
| kleiner Daypack für die Wanderungen zu den Aussichtspunkten | z. B. Sea to Summits*. Ich habe einen Jutebeutel verwendet. | 70 g |
| Gesamtgewicht Mix | 680 g |
Optional (was bei mir immer mit kommt):
| Kopfhörer | 50 g | |
| Smartwatch mit GPS | Garmin Fenix 6S | 60 g |
| Kamera & Objektiv | Olympus OMD E M10 Mark II* & Objektiv 12-40 mm f2.8* | 800 g |
| Kameratasche | mindshift | 150 g |
| Gesamt Optional | 1.060 |
1. Hilfe Set
Auf dem W-Trek reicht ein kleines 1. Hilfe Set. Ihr seid nie wirklich weit weg von der nächsten Hütte, auf der Satellitentelefone bereit stehen und WiFi existiert.
Leukotape/Panzertape: habe ich IMMER dabei. Ich wickel mir ein wenig auf einen kleinen Bleistift, um nicht die ganze Rolle tragen zu müssen.
Ich denke man könnte das noch mehr abspecken, aber ich habe bisher jedes dieser Gegenstände (bis auf den Wundverband) auf einer Tour dringend benötigt, deswegen mache ich da keine Abstriche.
| Gegenstand | Anmerkung | Gewicht |
|---|---|---|
| Schmerzmittel & Durchfallmittel | Ibuprofen (Muskelschmerzen) & Dolormin (Regelschmerzen) | 20 g |
| Pflaster, Bepanthen & kleiner Wundverband | letztes nie gebraucht, aber better safe than sorry | 50 g |
| Nagelschere, Pinzette, Nadel & Faden | für kleine Reparaturen | 100 g |
| Fenistil | Für Mückenstiche und allergische Hautreaktionen | 30 g |
| Leukotape | 50 g | |
| 1. Hilfe Set Gesamt | 250 g |
Kochen & Essen
Ich persönlich habe nach einem anstrengenden Wandertag keine Lust, lange mit der Essenszubereitung beschäftigt zu sein. Deswegen habe ich ein recht minimalistisches Koch-Setup, mit dem ich sehr zufrieden bin.
Ich habe mir für meinen Kocher einen Windschutz aus Aluminiumfolie gebastelt, der bei vorsichtigem Falten locker mehrere Wochen benutzt werden kann. Damit kocht das Wasser sehr viel schneller, und man spart eine Menge Gas ein.
Gefrierbeutel / ZipLocs: als Müll oder um Essensreste aufzubewahren. Brauche ich immer.
| Gegenstand | Name | Gewicht |
|---|---|---|
| Gaskocher & 2x Feuerzeug | MSR Pocket Rocket 2* | 100 g |
| Topf, Deckel, Putzlappen & Aluwindschutz | Toaks Titanium 900 ml* | 170 g |
| Klappmesser & Spork | Opinel* & long handle Spork* | 50 g |
| Gaskartusche | 100 g (Gewicht leer) | |
| 3 Faltflaschen & Trinkschlauch | Platypus Hoser* | 140 g |
| Emailletasse | 150 g | |
| 3 x Gefrierbeutel / ZipLocs | 5 g | |
| Gesamtgewicht Kochen | 715 |
Für die Tour habe ich 4x Frühstück, 4x Lunch & 4x Dinner gebraucht, + Frühstück für den Abreisetag.
Mein Menüplan:
Frühstück: ca. 100 g Müsli, Handvoll Nüsse und 30 g Milchpulver. Abgefüllt in je 1 Tüte/Tag.
Mittagessen: 2 Wraps/Tag, ca. 50–70 g Salami oder Käse pro Tag
Abendessen: 2 Tage Trekkingfood (vor Ort bei Rental Natales gekauft), 2 Tage Ramen-Nudelsuppe (2 Packungen/Tag)
Snacks: 1x Snickers/Tag, 1/2 Tafel Schokolade/Tag
Tee: 1x Schwarztee morgens, 1x Kräutertee abends

Rucksackgewicht gesamt
| Gegenstand | Gewicht |
|---|---|
| Rucksack | 900 g |
| Camping Ausrüstung | 2.550 g |
| Wanderkleidung (nicht im Rucksack) | (2.270 g) |
| Wetter & Wechselkleidung | 1.840 g |
| Hygiene | 320 g |
| Mix | 680 g |
| Optional | 1.060 g |
| 1. Hilfe Set | 250 g |
| Kochen | 715 g |
| Gesamtgewicht Rucksack | 8.315 g |
Hinzu kommen noch Verbrauchsgegenstände wie das Essen, Sonnencreme, Gaskartusche etc., was durchaus einiges ausmacht im Rucksack.
Dinge, die ich nicht mehr mitnehmen würde
E-Reader: die kurze Zeit kann ich auch mit App am Handy lesen oder Hörbuch hören.
Kamera-Stativ: es gibt meiner Meinung nach wenige Aussichtspunkte mit dem Weg / für Personen. Am Mirador Grey wäre ein schönes Bild möglich, aber es war so windig, dass es meine Kamera mit meinem leichten Trekking-Stativ vermutlich umgeweht hätte. Am Mirador Británico sitzt man auf einem kleinen Felsen, auf dem man kein Stativ mit großer Kamera sicher hinstellen kann. Am Mirador Base Torres wäre es vielleicht möglich gewesen, aber der große Felsen ist ungeeignet dafür und andere Spots haben mich nicht so für Selfies eingeladen. Deswegen würde ich es beim nächsten Mal nicht mitnehmen.
Essen: ich bin nach der Tour noch für 2–3 Tage zum Campingplatz Pehoé, was traumhaft war. Allerdings würde ich beim nächsten Mal vor der Trekkingtour dort hingehen, damit ich bei der Wanderung dann nicht so viel Essen herumschleppen muss.
O-Trek Ausrüstung
Rucksack
Der O-Trek ist ca. 3–4 Tage länger als der W-Trek, alleine dafür benötigt man um einiges mehr Essen – und das braucht Platz im Rucksack. Wähle also ein Modell um die 60 l, wenn du dein ganzes Camping Equipment selbst trägst. Über 65 l würde ich insgesamt nicht gehen – zu viel Gefahr, einiges an unnützes Zeug mit durch die Berge zu schleppen
Kleidung
Aufgrund des Wetters würde ich auf Nummer sicher gehen, und wärmetechnisch aufrüsten. Das heißt z. B. einen Fleece für Abends mehr einpacken, 1 Paar Socken mehr, 1 Mütze.
Während man sich auf dem W-Trek im Prinzip nicht verlaufen kann, und man selten wirklich alleine ist, sieht die Sache auf dem O-Trek schon ganz anders aus. Der John Gardner Pass hat es in sich, und bei einem Unwetter kann es ein Whiteout geben – dann sieht man gar nichts mehr, nicht einmal mehr die Horizontlinie.
Nimm für den O-Trek auf alle Fälle eine zweite Karte / Navigationsmöglichkeit mit, falls die erste ausfällt. Das heißt: Wenn du dein Handy mit einer Offline Karte als Hauptnavigation nutzt, dann nimm entweder eine Papierkarte und einen (guten) Kompass mit (und weiß, wie man sie benutzt!) oder ein GPS Gerät, das ebenfalls die Karte offline zur Verfügung hat. Du kannst auch ein zweites (zuverlässiges) Handy mit GPS und einer weiteren Offline-Karte als zweite Navigationsmöglichkeit mitnehmen.
Wenn du nicht alleine unterwegs bist ist eine Zweite Karte meistens automatisch dabei: Beide Personen laden sich die Offline-Karten auf das Handy und können damit navigieren, falls eines davon ausfallen sollte.
GPS Notfallsender
Vor allem auf Solo-Touren nehme ich mittlerweile immer einen Notfallsender mit. Dieser kann ohne Handyempfang per Satellit einen Notruf absetzen und übermittelt gleichzeitig die Koordinaten. In abgelegenen Wildnis-Regionen ein echter Gamechanger.
- Mein Notfallgerät: PLB1 Ocean Signal rescueMe*
- Alternativ das Garmin inReach*, für das allerdings ein Abo-Modell nötig ist.
Mehr zum W-Trek, O-Trek und Torres del Paine Nationalpark:
-> W-Trek & O-Trek Patagonien: der ultimative Planungs-Guide
-> W-Trek Tourbericht: Trekking im Torres del Paine Nationalpark
-> Torres del Paine auf eigene Faust: So planst du deinen Besuch im Herzen Patagoniens
Mehr Packlisten für Trekkingtouren:
-> Meine Packliste für Wildnistouren in Kirgistan
-> Meine Packliste für 28 Tage Trekking auf dem PCT und JMT in den USA

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