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Die Gran Canaria Inseldurchquerung ist perfekt dafür geeignet, das ganze Jahr über zu wandern – vor allem im Winter herrschen hier optimale Bedingungen für eine mehrtägige Fernwanderung. Durch das gut ausgebaute Wegenetz kannst du dir eine abwechslungsreiche Mehrtagestour mit zerklüfteten Bergen, fantastischem Essen und gemütlichen Unterkünften einfach selbst zusammen stellen.

Auf deiner Wanderung durchquerst du verschiedenste Landschaften – von kargen Höhenlagen über blühende Kakteen und Wildblumen bis hin zu schattigen Kiefernwäldern. Meine Tour führte mich durch die Berge im Zentrum der Insel von Ost nach West, immer dem Sonnenuntergang entgegen und mit Blick auf den Atlantik. In vier Wandertagen habe ich Gran Canaria dabei fast komplett durchquert.

In diesem Artikel findest du alle wichtigen Infos, damit du eine Fernwanderung auf den Kanaren selbst planen kannst.

Wanderweg durch die Berge im Inselinneren von Gran Canaria mit Blick auf den Atlantik

die Route der Gran Canaria Inseldurchquerung

Ich bin von Agüimes im Osten nach Artenara im Westen gewandert und habe damit eine klassische Ost-West-Variante der Gran Canaria Inseldurchquerung gewählt. Voraussetzung meiner Tour war, dass ich mit dem Bus zum Start- und Endpunkt fahren kann und dass ich nicht mehr als 1.000 m Abstieg pro Tag habe. Diese Limitierung ist meinen Knieproblemen geschuldet, die recht zuverlässig bei längeren Abstiegen auftreten.

Die Karte von Gran Canaria mit dem Wanderweg und Übernachtungsorten

GPS Track zum Download (als zip)

  • Etappe 1: Agüimes – Montaña de las Tierras
    13,17 km, +1.123 m, -438 m
  • Etappe 2: Montaña de las Tierras – San Bartolomé
    14,8 km, +958 m, -1.014 m
  • Etappe 3: San Bartolomé – Finca la Isa (Tejeda)
    17 km, +1.036 m, -637 m
  • Etappe 4: Finca la Isa – Artenara
    11,3 km, +550 m, -611 m

Wie du siehst kommen einige Höhenmeter zusammen, weswegen ich in der Mitte einen Pausentag eingelegt habe. Für die An- und Abreise mit dem Bus solltest du jeweils einen Tag einplanen,das macht insgesamt 6–7 Reisetage. Bedenke, dass Sonntags keine Busse fahren.

Die Weitwanderung lässt sich auch von West nach Ost laufen, das hängt im Prinzip davon ab, ob du lieber bergauf oder bergab läufst und gen Morgen- oder Abendsonne wandern willst.

Was ich auf der Wanderung sehr besonders fand war, dass man fast durchgehend den Atlantik gesehen hat. Anfangs natürlich nach Osten, später eher Richtung Süden und am Ende nach Westen – inklusive Blick auf die Inseln Teneriffa und El Hierro.

Alternative Routen der Inseldurchquerung

Zwischen San Bartolomé und Tejeda gibt es einige Alternativen zu meinem Wanderweg, hier kannst du auch eine anspruchsvollere Variante wählen.

Um die Inseldurchquerung zu vervollständigen, wandere einfach von Artenara noch einen weiteren Tag nach Agaete. Auch hier kannst du mit einem Bus zurück nach Las Palmas fahren. Für mich viel diese Etappe aufgrund des zu langen Abstiegs leider raus. Falls du keine Knieprobleme hast würde ich dir diese letzte Etappe unbedingt raten, was ich an Bildern von den Bergen und dem Ausblick auf den Atlantik gesehen habe sieht fantastisch aus!


Tipps zur Planung deiner Mehrtagestour auf Gran Canaria

Beste Reisezeit für eine Fernwanderung

Wetterlage auf den Kanaren

Generell haben die Kanaren durch ihre subtropische Lage ganzjährig ein angenehm mildes Klima, weswegen sie auch „die Inseln des ewigen Frühlings“ genannt werden. Allerdings trifft das hauptsächlich auf die Küstenregionen zu. Möchte man auf Gran Canaria wandern, empfehle ich durch die besondere Wetterlage auf der Insel die Herbst- und Frühlingsmonate. Die Kanaren bieten sich dadurch perfekt für eine tolle Mehrtagestour im Winter an!

Gran Canaria & die Berge im Inselinneren

Während an der Küste ganzjährig ca. 19-23° herrschen, gibt es in den Bergen deutlichere Wetterunterschiede. Durch die Höhenlage von über 1.900 m wird es im Winter kühl (bis zu 10°) und im Sommer sehr heiß (um die 30°). Obwohl es ganzjährig nur sehr wenig Niederschlag gibt, kommt es im Winter auch mal zu Schnee. Im Sommer hingegen kann es zwischen Juni und September die „Calima“ geben, einen heißen Wind aus der Sahara. Die Temperaturen steigen dann auf über 40°, die Luft wird extrem trocken und feiner Staub legt sich auf Straßen und Gebäude und verringert die Sicht. Will man da wandern? Eher nicht.

Zusammengefasst hier meine persönliche Bewertung der Wandermonate:

  • Okt–Nov: optimale Wander-Bedingungen
  • Dez–Feb: geeignet fürs Wandern, um die 10°
  • März–Mai: optimale Wander-Bedingungen
  • Juni–Sept: geeignet fürs Wandern, 20-30°, Möglichkeit einer Calima (~40°)

Da ich Anfang Juli unterwegs war, herrschten so um die 30° und pralle Sonne – nicht so das optimale Wanderwetter. Ich habe es ähnlich wie auf meiner Wanderung durch den Zion Nationalpark gehalten und Mittags lange Pausen im Schatten gemacht, um der stärksten Sonne zu entgehen.

Gerade bei einer Gran Canaria Inseldurchquerung durch das Inselinnere solltest du die Höhenlage und die extremen Temperaturunterschiede unbedingt berücksichtigen.


Anforderungen der Gran Canaria Inseldurchquerung

Wege

Die Berge Gran Canarias sind zerklüftet und so geht es oft steil bergauf oder bergab. Vor allem der Abstieg am ersten Tag ist sehr steil, sehr rutschig und recht ausgesetzt. Du solltest eine gute Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Schuhe mit einem guten Profil haben.

Da es sich nicht um eine offiziell ausgeschilderte Fernwanderung auf Gran Canaria handelt, solltest du deine Route sorgfältig vorbereiten.Es gibt zwar immer wieder Wegweiser oder Markierungen, du brauchst für eine erfolgreiche Tour aber auf alle Fälle eine gute eigene Karte, mit der du dich zuverlässig orientieren kannst.

Netzabdeckung

Auf dem Weg und in den Ortschaften gibt es teilweise keinen Empfang oder Internet. Ladet euch eure Online-Karten unbedingt vor dem Start runter und speichert euch die Kontaktinfos der Unterkünfte offline, falls es Unterwegs noch etwas zu klären gibt.

Sprache

Die meisten Einheimischen sprechen nur Spanisch und höchstens ein paar Brocken Englisch (auch wenn sich, wenn wirklich benötigt, meistens eine englisch-sprechende Person finden lässt). Stelle dich also darauf ein, dass du mit deinem Gastgeber der Unterkunft sowie im Restaurant/Café nicht auf englisch kommunizieren kannst.

Lade dir am besten eine offline Übersetzungs-App für Spanisch aufs Handy. Ich persönlich nutze den Google Translator und habe mir dort Englisch und Spanisch heruntergeladen. Man kann sowohl tippen als auch reinsprechen, und die Übersetzungen sind zwar manchmal etwas abenteuerlich, es ist aber meiner Meinung nach der alltagstauglichste Übersetzer.

Essen & Trinken

Frühstück und Abendessen kannst du in den jeweiligen Orten, es gibt eigentlich überall Restaurants und/oder Cafés. Mittagessen musst du selbst mitnehmen, da es zwischen den Ortschaften keine Möglichkeit zur Einkehr gibt. Meistens habe ich das Frühstück schon am Vorabend gekauft, damit ich unabhängig der Öffnungszeiten frühzeitig vor der Mittagshitze starten konnte.

Gran Canaria ist ist generell sehr trocken (auch wenn der Norden tendenziell regenreicher und feuchter ist als der Süden). Wasser gibt es unterwegs keines, du musst dir für jede Tagesetappe genügend mitnehmen. Ich empfehle mind. 2 Liter, im Sommer eher 3–4, da es sehr heiß und sonnig ist. Am ersten Tag gibt es so gut wie keinen Schatten.


Anreise und Öffis

Von Las Palmas de Gran Canaria könnt ihr einfach mit dem Bus des inselweiten Netzwerkes GLOBAL zum Startort Agüimes fahren. Ihr könnt die Linie 11 (Mo–Sa) oder Linie 21 (Mo–Fr) vom Bahnsteig 15 nehmen, sie enden beide in Agüimes aber haben unterschiedliche Routen. Zur Orientierung: „época escolar“ = Schulzeit, „época no escolar“ = Ferien, „Sábados y festivos“ = Samstage und Feiertage. Sonntags fährt kein Bus.

Bezahlen könnt ihr in Bar oder mit Karte direkt im Bus.

Ich habe am Busbahnhof eine Weile gebraucht bis ich die richtige Haltestelle gefunden habe, weil ich auf den Schildern nicht kapiert habe, welche Zahlen für die Buslinien stehen. Jetzt im Nachhinein empfinde ich es als offensichtlich, aber vor Ort bin ich etwas ziellos herumgeirrt. Hier noch das richtige Schild damit du es schneller findest:

Der Bus fährt an Bahnsteig 15 nach Agüimes (Linie 11 und 21)

Gran Canaria selbst erreichst du entweder mit dem Flugzeug (😉) oder du verbringst so wie ich eine Woche zum Surfen auf Fuerteventura und fährst dann mit der Fähre von Morro Jable nach Las Palmas. Der Fred. Olsen Express fährt mind. 2x täglich, dauert 2 Stunden und kostet um die 15 €. Las Palmas selbst hat ein super Bussystem, die Innenstadt und den Stadtstrand erreicht man vom Hafen auch gut zu Fuß (ca. 30 min).


Unterkünfte entlang der Route

Da ich in der Nebensaison unterwegs war, habe ich die Unterkünfte nur eine paar Tage im voraus gebucht. In den Sommermonaten ist so wenig los, dass du auch problemlos noch am selben Tag für die Nacht ein Zimmer buchen kannst (ich habe das exklusiv für dich getestet, mehr dazu im Reisebericht an Tag 1).

In der Hauptsaison würde ich euch jedoch empfehlen frühzeitig zu reservieren, da die kleinen Bergdörfer beliebte Ausflugsziele sind und es teilweise nur wenige Unterkünfte gibt.


Schlafen im Berg

Auf Gran Canaria hast du die einzigartige Möglichkeit, in einem der traditionellen Höhlenhäuser (Casas Cueva) zu übernachten. Diese Häuser sind direkt in den Fels gehauen, dadurch haben sie das ganze Jahr über eine gleichmäßige kühle Temperatur – und natürlich eine einzigartige Atmosphäre! Ich habe zwei Mal in einer Casa Cueva übernachtet und kann es nur empfehlen.


Meine Unterkünfte & Empfehlungen

Agüimes

Ausgangsort der Wanderung. Da ich schon am Vortag mit dem Bus angereist bin, hatte ich einen Nachmittag in dem kleinen Bergdorf. Ich habe in der La Casona Canaria Boutique Home B & B übernachtet, einer süße kleinen Unterkunft mit gutem Frühstück und Pool. Der Wirt war außergewöhnlich nett und hat sein Bestes gegeben, mir ohne englisch alles zu erklären :).

Montaña de las Tierras

Ein sehr kleiner, sehr ungewöhnlicher Ort. Nahezu alle Häuser sind hier Casas Cueva, also direkt in den Fels gehauene Höhlenhäuser. Hier solltest du zur Hauptsaison unbedingt rechtzeitig vorbuchen, da der Ort ein beliebtes touristisches Ziel ist und es in der Nähe auch keine anderen Orte zum übernachten gibt. Ich habe im Casa Rural Guayadeque Ca’Juani gebucht, einem riesigen Haus mit ca. 3 Schlafzimmern, einem Grillplatz, mehreren Terrassen und einem wunderschönen Hortensienbeet. Für mich alleine natürlich totaler Overkill, aber wunderschön.

Der Vorgarten meines „Höhlenhauses“ ist eine grüne Oase inmitten wüstenartiger Berge
San Bartolomé

Der größte Ort auf der Fernwanderung. Hier hat man auch die meiste Auswahl und Flexibilität sowie viele Restaurants und Cafés (optimal für einen Pausentag). Ich habe in der Unterkunft Vista Tunte, Camino de Santiago übernachtet. Es war zwar hauptsächlich eine Budget-Entscheidung, aber die Unterkunft liegt sehr nah am Stadtzentrum, ist groß und hat alles was man benötigt. Pluspunkt: es gibt im Vorraum viele Informationen über die Gegend sowie kostenlose Snacks. Perfekt für hungrige Wanderer!

Finca la Isa

Kein Ort per se, sondern ein Hostel: Mountain Hostel&House Finca La Isa by Rose. Es wird von zwei netten Deutschen betrieben und läuft mit Volunteers, die dort gegen Kost & Logie arbeiten und abends das Essen für alle Gäste kochen. Es hat einen fantastischen Ausblick Richtung Sonnenuntergang, Teneriffa und El Hielo sowie den umliegenden Bergen auf Gran Canaria. Neben den Dorms gibt es auch Privatzimmer und einen schönen Aufenthaltsraum für alle. Die Stimmung ist familiär, entspannt und ich fand es insgesamt einfach eine fantastische Unterkunft. Pflichtstopp auf deiner Inseldurchquerung!

Alternativ kannst du dir auch eine Unterkunft in Tejeda suchen, ich würde dir aber ganz klar zur Finca La Isa raten.

Artenara

Die Wanderung endet wieder in einem wunderschönen Bergdorf: Artenara ist die höchstgelegene Gemeinde von Gran Canaria. Auch hier gibt es Casas Cueva und natürlich wollte ich meine Wanderung in einem der traditionellen kanarischen Höhlenhäusern abschließen. Ich habe in der La Cuevita de Hilario übernachtet, sie liegt etwas abseits am Berg direkt unter der großen Jesus-Statue.

Die Wohnung ist mit Küche und Waschmaschine komplett ausgestattet, die einzelnen Räume sind alle mit eigenem Schlüssel von draußen zu erreichen. Es gibt einen riesigen Garten und generell kann ich die Unterkunft empfehlen – aber ich habe ca. 30 min und ein intensives WhatsApp-Gespräch mit dem Vermieter gebraucht, bis ich endlich den richtigen Schlüssel für die vielen Türen gefunden habe. Es gab ca. 10–15 zur Auswahl und so um die 8 Türen, von denen nicht alle zu öffnen waren. Abgesehen davon ist die Unterkunft super.


Reisebericht

Ich war vom 29. Juni – 03. Juli unterwegs.

Tag 1: Busfahrt nach Agüimes von Las Palmas

Mit meinem Wanderrucksack starte ich in Las Palmas vom Strand in Richtung Berge – mein restliches Gepäck konnte ich in zwei Jutebeutel verstaut zum Glück in meinem Hostel lassen. Das Bussystem der Insel ist wirklich super, Google Maps lotst mich zum Busbahnhof außerhalb des Zentrums und dort steige ich in meinen Überlandbus nach Agüimes.

Der Ort ist ziemlich klein und so kann ich von der Bushaltestelle zu meiner Unterkunft laufen. Ich nutze den restlichen Tag damit, meine Mittagspause für die nächsten zwei Tage zu kaufen und die örtlichen Kulinarik-Angebote auszuprobieren. Es gibt eine super süße kleine Bäckerei (Cafeteria Freiduría), in der ich meine Sprachkenntnisse von 5 Wörtern ausprobieren kann, und eine urige Bar (Yo‘ Juan III), bei der ich sehr schnell an meine spanischen Grenzen stoße. Ich habe keinen Internetempfang und so dauert es eine Weile, bis ich weiß, dass „Papas“ Kartoffeln sind.


Tag 2: Agüimes – Montaña de las Tierras

13,17 km, +1.123 m, -438 m

Frühstück gibt es heute noch in der Unterkunft und so starte ich erst recht spät. Ich lassen Agüimes relativ schnell hinter mir, zuerst habe ich das Meer zur Seite und später im Rücken. Öfter umsehen und Aussicht genießen lohnt sich!

Die Sonne brutzelt erbarmungslos vom Himmel und ich beschließe, die kommenden Tage früher zu starten. Mein Kreislauf mag es gar nicht, mit Sonne & Wärme zu laufen, noch dazu geht es gut nach oben. Ich bewundere die Kakteen und wüstenartige Landschaft, während das Meer immer ferner und die Bauten immer kleiner werden.

Der Weg wechselt von Schotterstraße zu Pfad zurück zur Straße. Ich komme an einem Graffity auf der linken Steilflanke vorbei: „COTO“. Noch denke ich mir nichts, doch sehr schnell wird klar, dass alle 20 m fett COTO an der Wand geschrieben steht. Was das wohl bedeutet? Ich blicke mich um und entdecke, dass es wirklich überall steht, sogar auf den kleinere Steinen des Hanges. Im Hang selbst gibt es weiße Schildchen, oder Spiegel? Langsam wird mir mulmig und ich tippe „Coto“ in meinen offline-Google Translator ein: „bewahren“.

Werde ich gleich überfallen?

Für mich klingt das so, als müsste ich mich vor etwas in Acht nehmen. (Anmerkung: später habe ich noch einmal gegoogelt und es bedeutet im Prinzip „Revier“, also ein abgegrenztes Stück Land.) Ich entdecke auf der anderen Seite des Berghanges Zäune und Höhlen, Spuren menschlicher Bebauung. Es erinnert mich ehrlich gesagt extrem an Banditen-Lager aus „The Witcher III“, was ich gerade auf der Playstation spiele.

Das sind die Momente, in denen ich mir wünsche, nicht allein unterwegs zu sein.

Ich laufe vorsichtig weiter und rechne halb damit, dass ich gleich einen Später für das Lager entdecke. Viel zu schnell nähere ich mich dem offen stehenden Tor – ich bin mittlerweile halb überzeugt, dass die Gegend verlassen und verfallen ist. Aber man kann ja nie wissen.

Mein paranoides Gehirn sagt mir dass ich viele Fotos machen soll, immerhin wird dann dokumentiert sein, wo ich war, sollte mein Rucksack jemals gefunden werden. Letztendlich passiert natürlich nichts – es handelt sich um ein verlassenes Lager. Es gibt ein paar Bebauungen und außerdem mehrere Höhlen mit Vorratskisten, alles ist leer. Viele Kakteen sind angepflanzt, die mit einem Bewässerungssystem versorgt wurden.

Insgesamt ein für mich völlig verrücktes Erlebnis, auf das ich so überhaupt nicht vorbereitet war. Ob hier wohl mal Aussteiger gewohnt haben? Die Schrift auf den Steinen wirkt auf jeden Fall so, als ob Fremde fern gehalten werden sollen. Ich folge der Straße hin zu einigen vertrockneten Feldern und merke, dass ich etwas falsch gelaufen bin: Ab hier geht es nicht auf der Schotterstraße entlang, sondern querfeldein den Hang nach oben. Ca. eine halbe Stunde wandere ich auf einem kaum existierenden Pfad bergauf, bis ich wieder auf einen richtigen Wanderweg stoße.

Die Route verläuft ab da an angenehm ereignislos, ich genieße die Aussicht und versuche, mir aus meinem Wanderhemd einen Schattenumhang für Gesicht und Schultern zu bauen. Die Bedingungen erinnern mich sehr an meine Trekkingtour in den Grand Canyon und die ersten Tage meines PCT-Seciton-Hikes: extrem sonnig und trocken.

Ungefähr bei der Hälfte des Weges beschließe ich, im Schatten niedriger Büsche Mittagspause zu machen. Es ist eher ungemütlich als bequem und wirklich viel Schatten gibt es nichts, aber es ist besser als nichts. Ironischerweise komme ich nach der Pause nach ca. 30–60 min an hohen Nadelbäumen vorbei, die hervorragende Mittagspausenbedingungen hätten. Ich rate euch also, ein wenig länger zu warten als ich ;). Nach der Pause verläuft der Weg einen Bergkamm entlang und es eröffnen sich tolle Blicke in die Schlucht hinab.

Rutschend dem talboden entgegen

Schließlich erreiche ich die Schlucht, in die ich heute noch für meine Übernachtung absteigen muss. Gefühlt direkt unter mir kann ich bereits den Mini-Ort Montaña de las Tierras ausmachen, das berühmte Bergdorf aus fast ausschließlich Höhlenhäusern.

Der Abstieg wird dann zu einer kleinen Herausforderung: Der Weg ist extrem steil und durch die feine lockere Erde sehr rutschig. Es zeigt sich: meine Schuhe haben anscheinend kein Profil mehr! Ich kann kaum einen Schritt tätigen, ohne dass mir der Fuß wegrutscht. Dadurch muss ich extrem langsam und kontrolliert gehen, zweimal legt es mich trotz aller Vorsicht auf den Boden. Hinzu kommt, dass der Weg sehr schmal und absturzgefährdet ist. Insgesamt keine gute Kombi und meine Nerven werden dementsprechend ziemlich beansprucht. Langsam hab ich genug Aufregung für einen Tag gehabt 🙂

Das letzte Stück wird auch nochmal interessant: nachdem ich endlich den Talboden erreicht habe, finde ich mich vor einem labyrintartigen Dschungelpfad wieder. Die Vegetation (größtenteils Kakteen) ragt eng verwuchert bis weit über meinen Kopf und ich folge vorsichtig dem Pfad, um nicht gepiekst zu werden. Die Karte bildet hier das Wegenetz nicht korrekt ab, oft sind Abzweigungen an denen man raten muss wo es langgeht, und hin und wieder muss ich umkehren weil der Weg in einer Kaktuswand endet.

Als ich endlich Asphalt unter meinen Schuhen verspüre, bin ich körperlich und mental ausgelaugt und freue mich auf mein Bett und Abendessen. Mein Wasser ist mir schon vor einiger Zeit ausgegangen und so bin ich auch recht ausgetrocknet. Ich suche also meine Unterkunft und gebe den Code ein. Rotes Licht, ungültiger Code. Was zum …?

Abenteuer unterkunftssuche

Nach etlichem hin und her probieren und der Suche nach einem Funken Empfang, damit ich auf booking meine Buchung überprüfen kann, fällt mir irgendwann auf, dass ich die Unterkunft für JULI und nicht JUNI gebucht habe. Ich muss sagen, dass ich mittlerweile an einem Punkt ziemlicher Erschöpfung angekommen war, und diese Erkenntnis mir ein wenig den Rest gegeben hat.

Um mich zu sammeln und nicht in Panik zu verfallen bin ich zurück zum Ortseingang und hab mir erst mal eine Cola und ein großes Nachmittagsessen einverleibt. Was mich beruhigt hat war, dass es so heiß ist und ich so viel warme Klamotten dabei habe, dass ich es zur Not auch unter freiem Himmel aushalten würde. Es ist immer gut einen Plan C zu haben, den man eigentlich nicht durchführen will, der aber ohne Gesundheitsrisiken umzusetzen ist.

Letztendlich ist alles gut ausgegangen: Ich habe nach einigem Herumfragen eine Telefonnummer bekommen und einen englischsprachigen Verkäufer gefunden, der für mich mit den spanischen Vermietern eine Unterkunft klar gemacht hat. Zum Glück war Nebensaison und noch etwas frei! So konnte ich dann doch endlich in mein wunderbar kühles und schattiges Höhlenhäuschen einziehen und mir den Staub des Tages abduschen.

  • reine Gehzeit: 6:18h
  • Start: 10:00 Uhr; Ende: 17:00 Uhr

Tag 3: Montaña de las Tierras – San Bartolomé

14,8 km, +958 m, -1.014 m

Auch heute wird es wieder sehr heiß, zum Glück bietet der Tourverlauf aber mehr Schatten. Los gehts die Schotterstraße weiter den Berg hinauf. Diese endet schon bald und ab da an geht es nur zu Fuß weiter – der Verkehr ist dementsprechend auch auf der Straße gering. Immer wieder wandere ich im Schatten großer Kiefern entlang, der schmaler werdende Pfad führt mich den steilen Berg hinauf. In der Ferne sehe ich immer wieder ein paar Häuser, ansonsten ist es hier aber Menschenleer.

Abwechslungsreicher Tag mit vielen Aussichtspunkten

Ab und an verschwindet der Pfad und es geht interessant über Steine kraxelnd nach oben. Die Aussicht ist wunderschön ins Tal hinab. Irgendwann bin ich hoch genug, dass ich auch das Meer wieder erspähen kann! Während ich hier wie ein Brathähnchen der Sonne ausgesetzt bin, ist das Meer von einer Wolkenschicht verdeckt. Zum Glück finde ich heute für die Mittagspause einen Kiefernwald, in dem ich die heißesten Mittagsstunden verbringen. Ca. alle 20–30 min muss ich meinen Rastplatz verschieben, die Kiefern sind zwar groß aber auch sehr schmal, und so wandert der Schatten schneller als mir lieb ist weg von mir.

Nachmittags erreiche ich dann schon bald den Abstieg ins nächste Tal, davor genieße ich den vielleicht schönsten Aussichtspunkt der Route: Es eröffnet sich ein gigantischer 180° Blick in das Tal mit seinen etlichen Bergdörfern. Da um halb vier die Sonne immer noch sehr stark vom Himmel brennt, wirken die Fotos leider recht flach, aber in Echt war es super beeindruckend. Auch das Meer sieht man in mehreren Richtungen.

Nach der gestrigen Erfahrung hab ich etwas Respekt vor einem erneuten steilen Abstieg – jedoch ist der Weg sehr viel besser, überhaupt nicht rutschig, weniger Steil, angenehm breit. So läuft es sich dann relativ schnell hinab und ich erreiche schon bald die ersten Häuser. Das letzte Stück läuft man dann leider auf der Straße entlang bergauf, nach der langen heißen Etappe bin ich mal wieder recht am Ende und der Anstieg wird doppelt anstrengend.

Beim Abstieg erhascht man einen Blick auf den Pico de las Nieves, den höchsten Berg Gran Canarias.

San Bartolomé ist das bisher größte Dorf, ich komme an einem Fußballplatz vorbei an dem gerade ein Kinder-Match stattfindet, und der Check-In in meine Unterkunft verläuft zum Glück ohne Überraschungen und Umwege. Es gibt mehrere Zimmer in dem Haus, es ist auf Wanderer des Jakobsweges ausgerichtet.

Nach einer heiß ersehnten Dusche steht zum Glück nur noch das Abendessen an, bevor ich mich gemütlich mit meinem Buch in Richtung Bett verziehen kann.

  • reine Gehzeit: 6,5h
  • Start: 9:00 Uhr, Ende: 18:40 Uhr

Tag 4: Pausentag

Da ich im Vorfeld nicht genau wusste, wie gut meine Knie und Kondition mit den Etappen zurecht kommen, habe ich einen Pausentag in San Bartolomé eingeplant. Das malerische Bergdorf bietet einige Optionen für Cafés und Restaurants und ich laufe viel herum und erkunde die kleinen Straßen.

Am Stadtplatz gibt es ein Thermometer das mir mit 29° entgegenleuchtet, eigentlich wirklich kein Wetter, bei dem man stundenlang Wandern will. Ich entdecke außerdem einige Infotafeln über den Ort und die Berge von Gran Canaria und hier lese ich das erste Mal, dass die Berge eine ganz eigene Klimazone haben und sich der Sommer generell einfach nicht so gut für eine mehrtägige, anstrengende Wanderung eignet 😄


Tag 5: San Bartolomé – Finca la Isa (Tejeda)

17 km, +1.036 m, -637 m

Gut erholt starte ich heute besonders früh, damit ich möglichst viel Zeit am kühleren Morgen habe. Das frühe Aufstehen zahlt sich aus, ich komme gut voran und es läuft sich leicht. Die vielen Bäume auf der Strecke spenden Schatten und erleichtern das Wandern zusätzlich.

Auch heute geht es erst einmal auf einen neuen Bergkamm hinauf, der Weg ist gut ausgebaut und oben angekommen eröffnen sich wieder herrliche Blicke auf den Atlantik. Es wird immer felsiger und karger und schließlich laufe ich durch eine richtig vulkanische Berglandschaft.

Auf der anderen Seite erreiche ich anscheinend in eine neue Vegetationszone und einen schönen Kiefernwald, der sich hervorragend für eine Pause eignet.

Ich treffe einen Jakobsweg Pilger, der erste seiner Art den ich auf meinen Wanderungen treffe. Er erzählt begeistert, dass er seit Jahren jedes Jahr einen anderen Jakobsweg erwandert und hat etliche Batches auf seinem Rucksack genäht.

Grandiose Ausblicke auf den Roque Nublo

Später am Nachmittag habe ich dann die ersten Ausblicke auf den markanten Roque Nublo („Wolkenfels“). Er ist der dritthöchste Berg der Insel und gilt wegen seiner markanten Form als Wahrzeichen Gran Canarias. Durch die vielen blühenden Wildblumen ergeben sich einige wunderbare Fotomotive, in der Ferne sieht man sogar bis nach Teneriffa.

Teneriffa liegt unter den Wolken

Ich bin so begeistert und abgelenkt von dem grandiosen Panorama, dass ich meine unzulänglichen Wanderschuhe vergesse und an einer Stufe blöd ausrutsche: aufgerissener Handballen und sehr viel Dreck und Staub in der Wunde. Allein für solche Kleinigkeiten ist ein 1.-Hilfe-Set Gold wert!

Auf der letzten Strecke vor meiner Unterkunft treffe ich ein sehr nettes Deutsch-Kanarisches Paar, mit denen ich einen Stopp an einem der Käse-Stände am Straßenrand mache. Die Verkäufer sind super nett, ich kann einige Käsesorten probieren, wähle den Ziegenkäse als Proviant für die nächsten Tage und schließe Freundschaft mit dem super süßen Hund.

Insgesamt wieder eine wunderbare Etappe, die im Vergleich zu den ersten Tagen deutlich grüner und schattiger war.

Das Hostel für diese Nacht ist total toll. Zum einen hat es eine grandiose Lage am Berghang mit wunderbaren Ausblick auf die Berge und das Meer, inklusive Teneriffa, El Hielo und dem Sonnenuntergang. Die Anlage ist total schön und liebevoll angelegt und die Stimmung ist gesellig und familiär. Ich lerne einige Leute kennen und plaudere viel mit einem der Volunteers aus Kanada. Eine willkommene Abwechslung nachdem ich die letzten Tag in den Unterkünften und Orten größtenteils alleine war.

  • reine Gehzeit: 7h
  • Start: 7:45 Uhr, Ende: 17:15 Uhr

Tag 6: Finca la Isa – Artenara

11,3 km, +550 m, -611 m

Zum Abschluss wartet nochmal eine richtige Highlight-Etappe auf mich. Aber alles schön der Reihe nach.

Obwohl ich heute wieder früh starten wollte, verquatsche ich mich total mit Kian aus Kanada und Katerina aus Tschechien, letztere verbringt hier einige Tage mit ihrem Zelt. Sie überlegen beide was sie heute machen und beschließen, meine heutige Etappe als Tageswanderung zu gehen. Wir verabreden uns zum Mittagessen in Artenara und durch die viele Ablenkung starte ich relativ spät mit der heutigen Wanderung.

Zum Glück gibt es auf dieser Etappe sehr viel Schatten, wodurch die Temperatur echt angenehm ist. Ich wandere erst einmal zurück zum Wanderweg und dann geht es den Bergkamm oberhalb der Straße parallel Richtung Artenara. Vor allem Anfangs hat man noch lange eine wunderbare Aussicht gen Meer und der abfallenden Berge sowie dem Roque Nublo.

Durch den Blütentunnel

Immer wieder durchquere ich Felder voller blühender Wildblumen, was später in einem Wald in einem blühenden Büschemeer gipfelt: Die Luft ist schwer gesättigt mit dem wunderbarem Duft der Blüten und ich laufe bestimmt dreißig Minuten durch gelbe Blütentunnel.

Es summt und brummt wie verrückt und ich mache unzählige Fotos und Videos, die natürlich die wunderbare Stimmung nur unzulänglich einfangen.

Schon um kurz nach 1 dann der erste Blick auf den höchstgelegenen Ort von Gran Canaria: Artenara schmiegt sich super süß an den Berghang, die gewundenen Straßen führen den Berg hinauf und hinab. Schließlich sehe ich auch die riesige Jesusstatue, die an Rio de Janeiro erinnernd über dem Ort thront. Witzigerweise ist meine Unterkunft direkt darunter.

Bis ich diese finde vergeht allerdings noch einiges an Zeit, da ich erst mal ewig brauche um die Adresse zu finden, dann das richtige Haus zu finden, und dann anschließend noch ein sehr langes WhatsApp Gespräch mit dem Vermieter führen muss, bis ich endlich weiß welche der 5 Türen diejenige ist, für die ich den richtigen Schlüssel aus den ca. 12 vorhandenen Optionen finden muss. Mal wieder eine Probe für meine armen Nerven.

Bis ich dann endlich innerhalb der Wohnung und geduscht bin ist einiges an Zeit vergangen und ich beeile mich, noch in den Ort zu kommen. Kian und Katerina sind mittlerweile schon mit dem Mittagessen fertig, leisten mir aber noch etwas gesellschaft. Wir besuchen noch die Jesus-Statue, bevor die beiden los müssen um ihren Bus zurück nach Tejeda zu erwischen.

Den restlichen Tag verbringe ich in dem schönen Garten, lerne Spanisch, lese und schwelge in Erinnerungen an die schönen und abwechslungsreichen, unerwartet heißen letzten Tage.

  • reine Gehzeit: 4h 15 min
  • Start: 10:15 Uhr, Ende: ca. 15 Uhr

Tag 7: Rückfahrt nach Las Palmas

Ich kaufe mir auf dem Weg zum Bus einen Kaffee und ein kleines Frühstück – danach kann ich ganz entspannt die spektakuläre Fahrt zurück nach Las Palmas de Gran Canaria genießen. Ich bin total vom Skill der Busfahrerin beeindruckt, die souverän die schmalen kurvigen Bergstraßen entlangsausst. Allein für diese Busfahrt lohnt sich die Wanderung 😉

Zurück in Las Palmas bin ich überrascht, dass mein beinahe leeres Hostel mittlerweile sehr voll ist (hauptsächlich mit Deutschen und Österreichern), was aber zu einem lustigen Abend und einigen Skyo-Runden führt. Ich nutze die restliche Zeit vor dem Rückflug mit zwei weiteren Surfstunden und möglichst viel leckerem spanischen Essen (Tapas!).


Fazit

Die Gran Canaria Inseldurchquerung ist eine abwechslungsreiche Mehrtagestour für erfahrene Wanderer, die wilde Berglandschaften und Ruhe suchen.

Mir hat die Tour sehr gut gefallen. Insgesamt ist es eine tolle, abwechslungsreiche, inspirierende und spannende Strecke. Mein Highlight war der intensiv duftende Abschnitt durch die blühenden Büsche am letzten Tag – in dieser Intensität habe ich das bisher noch nicht erlebt! Und ganz nebenbei gibt es in den Orten hervorragendes Essen. Die spanische Küche ist einfach extrem lecker.

Im Juli/Somer würde ich allerdings nicht noch einmal in Gran Canaria wandern – dafür macht mir die Hitze zu sehr zu schaffen. Ich habe vor der Tour die Wetterlage nicht recherchiert und bin einfach davon ausgegangen, dass es in den Bergen kühler sein wird als an der Küste. Anfängerfehler.

Bei einer Fernwanderung durch die Berge hast du die Wanderwege meist für dich allein, ich habe nicht viele Leute getroffen und das sehr genossen. In den kühleren Monaten kann zwar mehr los sein, aber da die Kanaren in erster Linie eine Badedestination sind, wird es abseits der Strände nie überlaufen sein.


Ausrüstung

Was du einpackst hängt sehr stark davon ab, wann du die Tour gehst. Generell benötigst du aber keine spezielle „Outdoor-Ausrüstung“, da du immer in Zivilisationsnähe unterwegs bist.

Generell würde ich euch empfehlen, nur ein Wanderoutfit und ein Outfit für Abends & Nachts mitzunehmen. Dazu 2 paar Wandersocken, Wanderschuhe, Sandalen für Abends, Unterwäsche, Sport-BH, 2–3 l Wasser, 1.-Hilfe-Set, Ladekabel für die Elektronik, Kartenmaterial, optional Kopfhörer und/oder Buch/E-Reader, Geld und Dokumente, Sitzunterlage für die Mittagspause (ich nutze ein zugeschnittenes Stück Isomatte).

Im Sommer: T-Shirt/Sun-Hoodie & kurze Hose zum wandern, Leggins & Langsarmshirt für Abends, Sonnenschutz für den Kopf (optional auch für die Arme) und natürlich Sonnenbrille und Sonnencreme.

Im Frühling und Herbst würde ich mir zusätzlich noch etwas warmes zum drüberziehen für den Abend einpacken.

Im Winter kann es auch mal Schneien, wodurch ihr natürlich deutlich mehr Wetterschutz benötigt: lange Hose und langärmeliges Oberteil zum wandern, warmer Pulli (z. B. aus Fleece) und/oder warme Jacke (z. B. Primaloft oder Daune) für Abends, Regenjacke, dünne Handschuhe, Mütze oder Stirnband, Schal.

Ansonsten braucht ihr noch euer Mittagessen, und in meinem Wanderrucksack dürfen Snacks nie fehlen.


weitere Aktivitäten in Gran Canaria

Surfen

Gran Canaria eignet sich hervorragend zum Surfen. In Las Palmas kann man direkt von der Stadt aus mit dem Surfboard starten, der „Surfbereich“ liegt im Südwesten. Es gibt eine große Auswahl an Kursangeboten und viele Hostels bieten Rabatte für ihre Gäste.

das Aquarium in Las Palmas

Es ist recht klein, hat aber ein recht imposantes großes Becken mit Haien und Rochen. Insgesamt fand ich manche Becken aber deutlich zu klein für die darin lebenden Fische.

Badeurlaub & Dünen

Der Süden ist zwar sehr touristisch, allerdings kann man dort auch die berühmten Sanddünen besuchen. Falls ihr länger zum wandern in Gran Canaria bleibt, könntet ihr noch die Inseldurchquerung von Nord nach Süd gehen: Hier läuft man auf der letzten Etappe direkt durch die Dünen und kann nach seiner Wanderung noch einen entspannten Badeurlaub anhängen. Vorteil: Der Süden ist deutlich sonniger als das wolkenverhangene Las Palmas.


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4 Tage Trekking in Kirgistan: vom wilden Tamga-Tal ins Barskoon-Tal


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